11

Die HSG Blomberg-Lippe hat am Sonntag in einem dramatischen Handball-Krimi zurückgeschlagen. Mit einem 28:27-Heimsieg gegen Borussia Dortmund glich das Team von Trainer Steffen Birkner die laufende Finalserie zum 1:1-Gesamtstand aus. Ein Treffer in der allerletzten Sekunde verhinderte vor 1.300 begeisterten Zuschauern die vorzeitige Meisterfeier der Gäste und erzwingt nun ein drittes, alles entscheidendes Duell um den Titel.

Blomberg-Lippe dominiert die Anfangsphase

Die Ausgangslage war im Vorfeld brisant: Nach der knappen 27:28-Niederlage im Hinspiel standen die Gastgeberinnen massiv unter Zugzwang. Dementsprechend fokussiert startete die Heimmannschaft in die Partie. Die kompakte Defensive der Lipperinnen stellte die Schwarz-Gelben vor große Probleme, während man im eigenen Angriff die Lücken eiskalt nutzte. Nach zehn gespielten Minuten spiegelte sich diese anfängliche Überlegenheit in einer verdienten 7:4-Führung wider.

Passend zum Thema

Torhüterinnen glänzen in physischer Abwehrschlacht

Doch die Westfälinnen ließen sich nicht abschütteln. Erinnerungen an das erste Playoff-Match wurden wach, als Dortmund einen ähnlichen Rückstand im Spielverlauf noch drehen konnte. Die BVB-Deckung agierte zunehmend aggressiver und zwang die Heimmannschaft zu unvorbereiteten Abschlüssen. In dieser Phase drückten vor allem die beiden Keeperinnen der Partie ihren Stempel auf: Melinda Szikora aufseiten der Borussia und Melanie Veith im Gehäuse der HSG parierten mehrfach überragend. Die Folge war eine extrem umkämpfte, neunminütige Phase komplett ohne eigenen Treffer für beide Mannschaften.

Dramatische Schlussphase bringt die Entscheidung

Erst Deborah Lassource erlöste die heimischen Fans mit dem Ausgleich zum 11:11 in der 26. Minute. Obwohl Dortmund vier Zeitstrafen der Gastgeberinnen im ersten Durchgang ungenutzt ließ, eroberten sich die Gäste durch Tore von Alina Grijseels, Dana Bleckmann und Ona Vegue Pena eine hauchdünne 14:13-Pausenführung.

Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Dortmund baute den Vorsprung nach Wiederanpfiff zwischenzeitlich auf zwei Tore aus, doch die Spielerinnen der HSG kämpften sich unermüdlich zurück in die Partie und fanden wieder öfter den Weg durch die BVB-Defensive. Der absolute Höhepunkt dieses Handball-Thrillers gipfelte in der sprichwörtlich letzten Sekunde: Ein finaler Wurf besiegelte den umjubelten 28:27-Endstand für Blomberg-Lippe und vertagte die Meisterentscheidung.

Showdown um die Meisterschaft

Nun sind die Uhren wieder auf null gestellt. Am kommenden Sonntag, den 31. Mai 2026, kommt es um 16:30 Uhr in der Sporthalle an der Ulmenallee zum ultimativen Showdown. Beide Teams haben in den ersten beiden Partien bewiesen, dass sie absolut auf Augenhöhe agieren. Tagesform, taktische Disziplin und die reine Nervenstärke in der entscheidenden Spielphase werden am Ende darüber bestimmen, wer den Meisterpokal in die Höhe recken darf.

Verwandte Beiträge