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Nach 19 ununterbrochenen Jahren im Trikot der Rhein-Neckar Löwen beendet Patrick Groetzki seine aktive Handball-Karriere. Der 36-jährige Rekordspieler verabschiedete sich am Mittwoch beim letzten Heimspiel offiziell vom Mannheimer Publikum und bestreitet am kommenden Sonntag in Gummersbach sein endgültig letztes Spiel als Profi.

Emotionaler Abschied vor heimischer Kulisse

Der knappe 29:28-Heimsieg der Löwen gegen den TSV Hannover-Burgdorf geriet an diesem Mittwochabend fast zur Nebensache. Im Fokus stand ein Mann, der den Verein fast zwei Jahrzehnte lang geprägt hat. Zu seinem letzten Auftritt in der heimischen Arena steuerte Groetzki noch einen eigenen Treffer bei, bevor die Tränen flossen.

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Die Fans der Mannheimer bereiteten ihrem Idol einen denkwürdigen Empfang: Zahlreiche Anhänger trugen T-Shirts mit der Aufschrift Einmal Löwe, immer Legende. Zudem wurde über die Tribüne ein riesiges Trikot mit seiner markanten Rückennummer 24 ausgerollt. Bei der anschließenden Ehrenrunde und der offiziellen Verabschiedung konnte der Routinier seine Emotionen nicht mehr verbergen. Auf die Frage nach seinen Gefühlen zeigte sich der 36-Jährige gegenüber dem SWR tief berührt: Was hier in den letzten 19 Jahren passiert ist, hätte ich mir nie im Leben erträumen lassen können.

Ein Rekordmann für die Ewigkeit

Die Karriere des Rechtsaußen ist untrennbar mit den größten Erfolgen der Rhein-Neckar Löwen verbunden. Als einziger Spieler der Vereinsgeschichte war der Ausnahmesportler an ausnahmslos allen Titelgewinnen beteiligt. Dazu zählen zwei deutsche Meisterschaften (2016, 2017), zwei Triumphe im DHB-Pokal (2018, 2023), drei Siege im Supercup sowie der Gewinn des EHF-Pokals.

Mit stolzen 581 absolvierten Bundesliga-Partien für die Baden-Württemberger hält er einen historischen Rekord, der so schnell wohl nicht gebrochen wird. Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange Handball spiele, gab der sichtlich überwältigte Profi nach der Partie zu Protokoll. Er sei schlichtweg sprachlos über die enorme Wertschätzung, die ihm an diesem Abend von allen Seiten entgegengebracht wurde.

Große Anerkennung aus der ganzen Liga

Dass mit ihm nicht nur ein exzellenter Spieler, sondern auch eine prägende Figur den Sport verlässt, bestätigten auch Weggefährten und Offizielle. Es gibt eigentlich keine Rhein-Neckar Löwen ohne Patrick Groetzki, fasste Hannovers Joel Birlehm, ein ehemaliger Mitspieler, die Bedeutung der Nummer 24 treffend zusammen. Auch Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann würdigte die scheidende Legende als nationalen und internationalen Botschafter der Bundesliga. Wenn am Sonntag in Gummersbach die Sirene ertönt, schließt sich das beeindruckendste Kapitel der jüngeren Mannheimer Handballgeschichte endgültig.

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