Der SC Magdeburg hat in der Handball-Bundesliga eindrucksvoll in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach der ersten Saisonniederlage gegen Kiel fegte das Team von Trainer Bennet Wiegert den Aufsteiger GWD Minden mit 38:21 (21:11) aus der Halle. Die Elbestädter zeigten dabei eine dominante Vorstellung, die lediglich von einer schwachen Chancenauswertung an der Siebenmeterlinie getrübt wurde.

Wiegert-Truppe wirft sich den Frust von der Seele

Die Antwort auf den Dämpfer gegen den THW Kiel fiel gewaltig aus: Mit viel Wut im Bauch und großer Spielfreude dominierte der amtierende Champions-League-Sieger das Geschehen in der GETEC Arena fast nach Belieben. Zwar konnten die Gäste aus Ostwestfalen in den Anfangsminuten überraschen und kurzzeitig mit 3:1 in Führung gehen, doch die Mindener Herrlichkeit war nur von kurzer Dauer. Spätestens ab der neunten Minute übernahm der SCM das Kommando.

Angetrieben von den überragenden Offensivkräften Magnus Saugstrup und Omar Ingi Magnusson, die beide jeweils acht Treffer erzielten, schraubten die Gastgeber das Ergebnis bereits zur Pause auf ein deutliches 21:11. Die Magdeburger ließen dem Aufsteiger keine Luft zum Atmen und nutzten die technischen Defizite des Gegners gnadenlos aus.

Historischer Sieg trotz Siebenmeter-Schwäche

Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild für die 6.600 Zuschauer kaum. Magdeburg spielte wie im Rausch und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Mit 17 Toren Differenz übertrafen die Hausherren sogar das Ergebnis aus dem Hinspiel (36:21) und feierten damit den höchsten Sieg in der Geschichte dieses Duells.

Einziger Kritikpunkt an diesem sonst perfekten Nachmittag blieb die Ausbeute vom Strich. Wie schon gegen Kiel zeigte der Titelverteidiger Nerven und vergab vier von acht Siebenmetern. Angesichts des Kantersieges und der gefestigten Position im Titelrennen dürfte dies jedoch nur eine Randnotiz für Trainer Bennet Wiegert bleiben. Der SCM bleibt mit dieser Leistung klarer Kurshalter in Richtung Meisterschaft.

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