SC Magdeburg greift gegen Flensburg nach dem deutschen Meistertitel
Dem SC Magdeburg fehlt im Topspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt nur noch ein einziger Punkt zum Meistertitel.
Die SG Flensburg-Handewitt hat dem SC Magdeburg den ersten Meister-Matchball in der Handball-Bundesliga (HBL) verwehrt. Mit einem souveränen 38:30-Erfolg gegen den TBV Lemgo Lippe am 31. Spieltag sicherten sich die Nordlichter nicht nur wichtige Punkte, sondern verschoben auch die vorzeitige Titelfeier des Spitzenreiters.
Bereits zur Halbzeit (21:17) deutete sich an, dass die Flensburger ihre Pflichtaufgabe vor heimischer Kulisse ernst nehmen würden. Angeführt von einem herausragenden Simon Pytlick, der mit acht Treffern zum besten Torschützen der Partie avancierte, ließ der Tabellenzweite dem TBV Lemgo Lippe kaum eine Chance zur Entfaltung. Der souveräne Sieg hält den Rückstand auf den Ligaprimus aus Sachsen-Anhalt vorerst bei fünf Zählern, auch wenn dieser noch ein Spiel in der Hinterhand hat.
Durch den Flensburger Sieg ist ein theoretisches Szenario abgewendet, in dem das Team von Bennet Wiegert bereits an diesem Wochenende auf der Couch hätte jubeln dürfen. Magdeburg hat nun am Sonntagnachmittag gegen den HSV Hamburg die Möglichkeit, das alte Sieben-Punkte-Polster wiederherzustellen. Alles deutet nun auf ein episches Finale hin: Am 21. Mai kommt es im Rahmen eines Nachholspiels zum direkten Duell zwischen dem SC Magdeburg und der SG Flensburg-Handewitt. Vor heimischem Publikum könnte der Champions-League-Sieger dann aus eigener Kraft den dritten Meistertitel der vergangenen vier Saisons perfekt machen.
Für die SG Flensburg-Handewitt ging es bei dem Heimerfolg jedoch um weit mehr als nur darum, dem Konkurrenten in die Suppe zu spucken. Der Sieg ist von elementarer Bedeutung im Kampf um die Qualifikation für die Champions League. Im Nacken der SG lauern mit dem amtierenden Vizemeister Füchse Berlin und dem wiedererstarkten VfL Gummersbach zwei ambitionierte Verfolger, die auf jeden Ausrutscher warten. Mit diesem deutlichen Ausrufezeichen untermauern die Flensburger jedoch ihre Ansprüche auf die europäische Königsklasse.
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