Olympia-Debakel: Rösch kritisiert DSV-Taktik nach Preuß-Strafrunde
Nach dem historischen Medaillen-Aus der deutschen Biathlon-Staffel analysiert Eurosport-Experte Michael Rösch die Fehler von Franziska Preuß. Gleichzeitig übt er Kritik...
Frankreichs Biathletinnen sichern sich Olympia-Gold in der Staffel. Während das Team jubelt, verneigt sich Norwegens Superstar Johannes Thingnes Bø vor Schlussläuferin Julia Simon und fällt ein historisches Urteil über die Qualitäten der Französin.
Der Weg zum Gold war für die Equipe Tricolore zunächst steiniger als erwartet. Startläuferin Camille Bened handelte sich eine Strafrunde ein und übergab mit rund einer Minute Rückstand an Lou Jeanmonnot. Doch die Panik im französischen Lager blieb aus. Jeanmonnot, aktuell eine der komplettesten Skijägerinnen im Feld, egalisierte den Rückstand mit einer beeindruckenden Lauf- und Schießleistung und brachte ihr Team zurück auf Medaillenkurs.
Im weiteren Verlauf ließen Océane Michelon und schließlich Schlussläuferin Julia Simon nichts mehr anbrennen. Simon präsentierte sich nervenstark, kam mit zwei Nachladern aus und überquerte die Ziellinie souverän mit der französischen Flagge in der Hand. Für den Trainerstaff war die Messe bereits früh gelesen: "Als ich gesehen habe, dass Lou das Team wieder in die Spur bringt, habe ich mir gesagt, dass uns nichts mehr stoppen kann", erklärte Chefcoach Cyril Burdet selbstbewusst.
Die sportliche Leistung der Französinnen nötigte auch der Konkurrenz höchsten Respekt ab. Allen voran Johannes Thingnes Bø zeigte sich tief beeindruckt von der Performance der Schlussläuferin. Der norwegische Ausnahmeathlet sparte am Mikrofon des Senders NRK nicht mit Superlativen für seine Kollegin.
"Für mich ist Julia Simon die beste Staffel-Läuferin aller Zeiten", legte sich der Biathlon-Dominator fest. Besonders ihre mentale Stärke am Schießstand sei ein Alleinstellungsmerkmal in der Weltspitze. "Sie ist auf dieser Strecke fantastisch. Sie schießt schnell und trifft zehn Scheiben. Sie scheint bei dieser Olympiade die einzige zu sein, die keine Angst davor hat, den ersten Schuss abzusetzen", analysierte Bø die Technik der 29-Jährigen.
Mit diesem Erfolg baut Julia Simon ihre beeindruckende Titelsammlung weiter aus. Die zehnmalige Weltmeisterin darf sich nun auch dreifache Olympiasiegerin nennen. Für Johannes Thingnes Bø gehört die Französin damit zweifellos in ein geschlechterübergreifendes "All-Star Team" der Spiele. Ihre Fähigkeit, unter höchstem Druck als Ankerfrau die Nerven zu behalten, war erneut der Schlüssel zum französischen Gold-Rausch.
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