Die Stiftung Deutsche Sporthilfe belohnt die Erfolge der deutschen Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Winterspielen mit einer Gesamtsumme von 740.000 Euro. Trotz einer insgesamt geringeren Medaillenausbeute im Vergleich zu den Spielen 2022 in Peking (704.000 Euro) dürfen sich die Sportler von Team D über höhere finanzielle Zuwendungen freuen. Ein entscheidendes Detail sorgt dabei für besonders gute Stimmung: Die ausgeschütteten Prämien sind erstmals komplett steuerfrei.

Lukrative Honorierung: 30.000 Euro für die Goldmedaille

Die finanzielle Anerkennung für sportliche Höchstleistungen ist klar gestaffelt. Für die insgesamt 14 Goldmedaillengewinner, zu denen unter anderem Skispringer Philipp Raimund zählt, überweist die Sporthilfe jeweils 30.000 Euro. Wer den zweiten Platz belegte, erhält 20.000 Euro, während die zwölf Bronzemedaillengewinner mit 10.000 Euro bedacht werden. Diese Aufstockung und die steuerliche Befreiung stellen eine signifikante Verbesserung der Athletenförderung dar.

Fokus auf individuelle Förderung und Dominanz im Eiskanal

Die Verantwortlichen der Sporthilfe nutzten die Bekanntgabe der Zahlen auch für eine strategische Analyse. Karin Orgeldinger, Vorstand der Stiftung, plädierte angesichts des Gesamtabschneidens für Anpassungen in der Zukunft. „Wir müssen zukünftig noch gezielter und individueller fördern“, erklärte Orgeldinger. Ein Blick auf die Statistik untermauert diese Forderung: Ganze 73 Prozent der deutschen Medaillen resultierten aus Erfolgen im Eiskanal, also im Rodeln, Bob oder Skeleton. Andere Wintersportarten benötigen hingegen neue Impulse, auch wenn Talente wie Shootingstar Emma Aicher Hoffnungsträger für die Zukunft sind.

Keine doppelten Boni für Mehrfach-Sieger

Ein wichtiges Detail der Ausschüttung betrifft Athleten, die mehrfach auf dem Podest standen. Die Sporthilfe stellte klar, dass bei mehreren Medaillen eines Sportlers nicht alle Erfolge addiert werden, sondern lediglich der größte Triumph honoriert wird. Dies betrifft beispielsweise die Rennrodel-Routiniers Tobias Wendl und Tobias Arlt. Ihr Gold in der Teamstaffel sichert ihnen die Höchstprämie von 30.000 Euro, die zusätzlich gewonnene Bronzemedaille im Doppelsitzer führt jedoch zu keiner weiteren Auszahlung.

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