Bittere Pille für den österreichischen Skisprung-Adler: Jan Hörl muss nach seinem sensationellen Olympiasieg eine Zwangspause einlegen. Der 27-Jährige verpasst das anstehende Skifliegen am Kulm aufgrund von Rückenbeschwerden, wie der ÖSV offiziell bestätigte.

Rückschlag nach dem Gold-Rausch

Nach den Olympischen Spielen 2026 ist vor dem Weltcup-Alltag – doch dieser findet am kommenden Wochenende ohne einen der größten Stars statt. Beim Heimspiel am Kulm wird Jan Hörl nicht vom Bakken gehen. Der Salzburger, der sich erst vor wenigen Tagen in Italien die Goldmedaille gesichert hatte, kämpft mit körperlichen Problemen. Eine Vorsichtsmaßnahme, um den restlichen Saisonverlauf nicht zu gefährden.

Österreichs Cheftrainer Andreas Widhölzl erklärte das Fehlen seines Schützlings in einem offiziellen Statement: „Jan Hörl wird diesmal nicht dabei sein. Zuletzt haben sich bei ihm Rückenbeschwerden bemerkbar gemacht. Er braucht also noch etwas Zeit, um dann hoffentlich in voller Stärke in den Weltcup zurückzukommen.“ Widhölzl betonte zudem die Notwendigkeit der Erholung: „Nach seiner Goldenen bei den Spielen ist diese zusätzliche Ruhephase auf jeden Fall sinnvoll.“

Das ÖSV-Aufgebot für den Kulm

Auch ohne Hörl schickt der Österreichische Skiverband eine schlagkräftige Truppe zum Heim-Skifliegen. Angeführt wird das Team von Stefan Kraft und Daniel Tschofenig. Das komplette Aufgebot für das Wochenende lautet:

  • Stefan Kraft
  • Daniel Tschofenig
  • Manuel Fettner
  • Clemens Aigner
  • Stephan Embacher
  • Maximilian Ortner
  • Jonas Schuster

Rückblick: „Brutal geil“ zum Olympiasieg

Die Zwangspause folgt auf den absoluten Karrierehöhepunkt des 27-Jährigen. Bei den Winterspielen in Italien sicherte sich Hörl gemeinsam mit Stephan Embacher Gold im Super-Team-Wettbewerb. Ein Erfolg, der den Athleten sichtlich bewegte.

„Ich bin sprachlos. Wir sind heute aufgestanden und hatten so ein gutes Gefühl. Wir haben uns gesagt: Heute greifen wir an! Und wir haben durchgezogen“, zitierte Ski Austria den frischgebackenen Olympiasieger nach dem Triumph. Hörl ergänzte emotional: „Dass es uns so aufgeht, ist brutal geil. Wir haben bislang noch keine Medaille geholt, es war sehr zäh bis heute. Jetzt stehen wir hier und können uns die Goldene umhängen – das ist schon geil.“

Konstante Weltklasse-Leistungen

Jan Hörl gehört längst zur absoluten Weltspitze. Im aktuellen Gesamtweltcup rangiert er auf dem siebten Platz, wobei aus dem starken ÖSV-Team nur Daniel Tschofenig als Fünfter noch besser platziert ist. Seine Klasse bewies Hörl bereits in der Vergangenheit: 2022 holte er Team-Gold in Peking, in der Vorsaison schrammte er als Zweiter nur knapp am Gesamtweltcup-Sieg vorbei und auch bei der Vierschanzentournee landete er zuletzt zweimal auf dem zweiten Rang. Nun gilt der volle Fokus der Genesung, um diese Erfolgsgeschichte schnellstmöglich fortzuschreiben.

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