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Malaika Mihambo hat bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham im letzten Moment ein Vorrunden-Aus abgewendet. Die Ausnahmeathletin sicherte sich am sechsten Wettkampftag im entscheidenden dritten Versuch mit einem herausragenden Satz auf 7,10 Meter doch noch das Ticket für das Finale am Sonntag.

Nervenstärke im entscheidenden Moment

Es war ein Auftakt zum Fürchten: Nach einem ungültigen ersten Versuch und einem enttäuschenden Sprung auf lediglich 6,37 Meter stand Malaika Mihambo überraschend mit dem Rücken zur Wand. Das vorzeitige Aus in der Qualifikation drohte. Doch im dritten Anlauf bewies die 32-jährige Olympiasiegerin von Tokio einmal mehr ihre außergewöhnliche mentale Stärke. Mit 7,10 Metern flog sie nicht nur sicher in den Endkampf, sondern markierte gleichzeitig die beste Weite des gesamten Teilnehmerfeldes. Damit untermauert die zweimalige Welt- und Europameisterin ihre Rolle als Top-Favoritin auf Edelmetall eindrucksvoll.

Für die weiteren deutschen Starterinnen verlief der Wettkampf weniger erfreulich: Die amtierende deutsche Meisterin Mikaelle Assani schied mit 6,52 Metern ebenso aus wie Imke Daalmann, die drei ungültige Versuche verbuchte und das Stadion ohne gültiges Resultat verlassen musste.

Weißenberg glänzt im Siebenkampf

Deutlich befreiter trat Sophie Weißenberg auf. Die Mehrkämpferin befindet sich im Siebenkampf weiterhin auf einem vielversprechenden Weg zu einer Spitzenplatzierung. Den zweiten Wettkampftag eröffnete sie mit starken 6,56 Metern im Weitsprung. Einzig die Schweizerin Annik Kälin übertraf diese Marke mit 6,81 Metern. In der Gesamtwertung behauptet Weißenberg vor dem Speerwurf einen hervorragenden vierten Rang und bleibt in direkter Schlagdistanz zu den Podestplätzen.

Rückschläge bei den deutschen Gehern

Auf den Straßen Birminghams blieben die erhofften deutschen Erfolge bei den Geh-Wettbewerben indes aus. Erstmals wurden bei einem internationalen Großereignis Medaillen über die Halbmarathon- und Marathon-Distanz vergeben. Christopher Linke verfehlte auf der vollen Distanz seine eigenen Erwartungen und verpasste die angestrebten vorderen Plätze, während Johannes Frenzl als 15. das Ziel erreichte.

Ein Lichtblick war das EM-Debüt von Ada Junghannß: Die 21-Jährige sicherte sich auf der Marathon-Strecke einen starken neunten Platz. Bitter endete der Wettkampf hingegen für Leo Köpp. Der Halbmarathon-Geher lag körperlich frisch und aussichtsreich in der Spitzengruppe, wurde jedoch bei Kilometer 12 aufgrund seines unsauberen Gehstils vom Kampfgericht disqualifiziert.

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