11

Die deutsche Weitspringerin Malaika Mihambo fällt für den Rest des Jahres aus. Die Olympiasiegerin von 2021 zog sich beim Diamond-League-Meeting im polnischen Kattowitz eine Verletzung im linken Oberschenkel zu und muss ihre Saison vorzeitig abbrechen. Das bestätigte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nach dem Wettkampf.

Verletzung im fünften Versuch: „Das ist sehr bitter“

Die 32-Jährige verletzte sich am vergangenen Samstag bei ihrem fünften Sprung. Sie musste den Wettkampf, den die US-Amerikanerin Alyssa Jones mit 6,60 Metern für sich entschied, umgehend abbrechen. Mihambo beendete den Tag mit derselben Weite auf dem siebten Platz und wurde zur Erstversorgung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Wie schwer die muskuläre Blessur im linken Bein exakt ist, soll eine für Montag angesetzte MRT-Untersuchung zeigen. Fest steht laut DLV-Angaben jedoch, dass die zweimalige Weltmeisterin in diesem Jahr an keinen Wettkämpfen mehr teilnehmen wird. DLV-Vorstand Leistungssport Jörg Bügner zeigte sich angesichts des Ausfalls konsterniert und nannte die Situation für die Athletin „sehr bitter“.

Verpasste EM-Medaille und gestrichener Saisonabschluss

Für die Leichtathletin markiert das vorzeitige Saisonende den Tiefpunkt eines ohnehin anspruchsvollen Sommers. Erst vor einer Woche verpasste sie bei den Europameisterschaften in Birmingham eine Medaille denkbar knapp. Mit einer Weite von 6,94 Metern landete Mihambo auf dem fünften Rang. Ihr fehlten lediglich vier Zentimeter zum Podium und sechs Zentimeter zur Goldmedaille.

Durch die erzwungene Pause verpasst die Springerin nun gleich drei hochkarätige Events im Endspurt des Jahres. Ursprünglich hatte sie Starts beim traditionsreichen Istaf am kommenden Sonntag in Berlin sowie beim Finale der Diamond League Anfang September in Brüssel geplant. Auch die Teilnahme an der Mitte September in Budapest ausgetragenen Premiere der Ultimate Championship entfällt durch die anstehende Reha-Phase endgültig.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?