Olympia-Bilanz: Deutschland verpasst Top 3 und beendet Winterspiele auf Rang fünf
Das deutsche Olympia-Team verpasst mit Rang fünf das Medaillenziel und hadert mit 14 vierten Plätzen. Während der Eiskanal als Medaillenbank...
Ein kurioser Fauxpas hat das olympische 50-Kilometer-Rennen der Langläuferinnen in Tesero durcheinandergewirbelt und für chaotische Szenen in der Wechselzone gesorgt. Die Russin Darja Neprjajewa schnallte sich beim Boxenstopp nach rund 20 Kilometern versehentlich die Ski von Katharina Hennig Dotzler an. Während die Russin für diesen Regelverstoß disqualifiziert wurde, kämpfte sich die deutsche Olympiasiegerin in ihrem Abschiedsrennen trotz Material-Chaos und weiteren Pannen noch auf einen beachtlichen neunten Platz.
Der Vorfall ereignete sich knapp vor der Halbzeit des Marathons. Neprjajewa steuerte zum Skiwechsel irrtümlich die Box 12 an, obwohl sie mit der Startnummer 14 unterwegs war. Dort griff sie zielsicher zum Material, das eigentlich für Katharina Hennig Dotzler präpariert war. Die deutschen Techniker, die gedanklich und logistisch bereits den Abbau für die Heimreise eingeleitet hatten, mussten in Sekundenschnelle reagieren und Ersatzmaterial für die einzige DSV-Starterin bereitstellen. Es gelang ihnen in buchstäblich letzter Sekunde.
Bundestrainer Peter Schlickenrieder zeigte sich nach dem Rennen fassungslos über die Verwechslung, da das Material eindeutig gekennzeichnet war. „Sowas habe ich auch noch nicht erlebt. Das war, wie wenn in der Formel 1 der Ferrari in der Boxengasse zu McLaren fährt“, kommentierte der Coach den Vorfall kopfschüttelnd. Er betonte, dass auf den Ski deutlich „Katarina Hennig“ zu lesen war – und zwar in lateinischer Schrift, nicht in Kyrillisch.
Für die 29-jährige Deutsche riss die Pannenserie auch nach dem geglückten Norski-Wechsel nicht ab. Zwar realisierte Hennig Dotzler sofort, dass in ihrer Box die falschen Bretter lagen, doch beim Verlassen der Zone folgte das nächste Missgeschick. „Als ich aus der Box rausgefahren bin, habe ich ein Stück Frischhaltefolie mitgenommen und bin gestolpert“, berichtete die Sächsin im Ziel. Sie musste am Anstieg stoppen, um das Plastik von ihrem Material zu entfernen.
Trotz des unfreiwilligen „Ski-Diebstahls“ und der Slapstick-Einlage zeigte Hennig Dotzler eine enorme Moral. Mit einem Kraftakt schloss sie wieder zur Gruppe auf und beendete ihr letztes olympisches Rennen in den Top 10. „Das hier heute gehört definitiv zu den verrücktesten Rennen meiner Karriere“, resümierte sie. Ihr Mitleid mit der untröstlichen Neprjajewa, die sich sofort entschuldigte, hielt sich jedoch in Grenzen: „Wenn man das nicht sanktioniert, dann haben wir hier wilden Westen.“
Sportlich wurde der Tag von Ebba Andersson bestimmt. Die Schwedin lief in einer eigenen Liga und sicherte sich den Sieg mit fast neun Minuten Vorsprung. Nur acht Tage nach ihrem Sturz in der Staffel triumphierte sie souverän vor der Norwegerin Heidi Weng und Nadja Kälin aus der Schweiz. Neprjajewa beendete das Rennen zwar auf den falschen Ski, wurde jedoch nachträglich aus der Wertung genommen, da der Regelverstoß unumgänglich sanktioniert werden musste.
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