Caster Semenya verurteilt die neuen IOC-Geschlechtstests für Olympia
Olympiasiegerin Caster Semenya kritisiert die neuen genetischen Geschlechtstests des IOC für Los Angeles 2028 scharf.
Das Rätselraten um die mentale Verfassung der deutschen Medaillenhoffnungen hat ein Ende: Johannes Lochner geht mit absolutem Siegeswillen in seine letzten Olympischen Spiele und hat eine deutliche Warnung an die Konkurrenz gesendet. Mit der Aussage „Im Zweier kann ich mich eigentlich nur selbst schlagen“ unterstrich der 35-Jährige seine Ambitionen auf Gold und eröffnete das psychologische Duell vor den entscheidenden Rennen in Cortina d'Ampezzo.
Vor den Wettbewerben im Cortina Sliding Centre strotzt der frischgebackene Gesamtweltcupsieger vor Selbstvertrauen. Die Bahn in Italien scheint dem Berchtesgadener perfekt zu liegen. „Wenn es mir so von der Hand geht wie im Weltcup und in der gesamten Saison, muss Francesco sich schon strecken“, erklärte Lochner gegenüber dem Münchner Merkur/tz. Gemeint ist natürlich sein ewiger Rivale und Teamkollege Francesco Friedrich.
Während Lochner in diesem Winter sowohl im kleinen als auch im großen Schlitten die Gesamtwertung für sich entschied, sucht Friedrich noch nach seiner dominanten Bestform. Mit „nur“ drei Saisonsiegen wirkt der Rekord-Weltmeister angreifbarer als in den Vorjahren. Die Entscheidungen fallen in der kommenden Woche: Die Zweier-Rennen stehen am 16. und 17. Februar an, die Königsklasse im Vierer folgt am 21. und 22. Februar.
Dass Johannes Lochner überhaupt noch einmal auf der größten sportlichen Bühne steht, ist keine Selbstverständlichkeit. Nach den Olympischen Spielen 2022 in Peking, wo er zweimal Silber hinter Friedrich holte, stand ein Karriereende im Raum. „Die Spiele in Peking liefen gut, zweimal Silber, da dachte ich: Damit kann ich leben, Francesco ist einfach so stark, dass ich nicht vorbeikomme“, gestand der Pilot rückblickend.
Die Wende brachte eine personelle Veränderung: Die Zusammenarbeit mit Anschieber Georg Fleischhauer entfachte neues Feuer. Spätestens seit der Weltmeisterschaft 2023 in St. Moritz, wo dem Duo alles spielerisch leicht von der Hand ging, steht der Plan fest: „Dass wir die Sache in Cortina mit Gold zu Ende bringen.“
Unabhängig vom Ausgang der Rennen in Italien steht eines bereits fest: Dies wird der letzte große Auftritt des Ausnahmeathleten sein. Bereits im September 2025 hatte Lochner sein endgültiges Karriereende nach diesen Spielen angekündigt. Nun will er seine Laufbahn mit dem einzigen Titel krönen, der ihm in seiner Sammlung noch fehlt: Olympisches Gold.
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