Zum Abschluss der Biathlon-Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen 2026 darf der Deutsche Skiverband (DSV) auf einen erfolgreichen Ausklang hoffen. Mit Franziska Preuß, Vanessa Voigt und Janina Hettich-Walz haben sich drei deutsche Skijägerinnen für den prestigeträchtigen Massenstart der Frauen am kommenden Samstag qualifiziert.

Das letzte Rennen in Antholz verspricht Spannung, wenn die 30 besten Biathletinnen der Spiele um die begehrten Medaillen kämpfen. Die am Dienstag veröffentlichte provisorische Startliste bestätigt, dass der DSV mit drei Eisen im Feuer vertreten sein wird – vorausgesetzt, es kommt zu keinen kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfällen.

Unterschiedliche Wege zum Olympia-Ticket

Während sich das Trio gemeinsam auf das Highlight am Samstag vorbereitet, verlief der Weg in die Startliste für die Athletinnen höchst unterschiedlich. Franziska Preuß konnte die Wettkampftage relativ entspannt angehen, was ihre Teilnahme am Abschlussrennen betrifft. Als aktuelle 13. der Weltcup-Gesamtwertung gehört die 31-Jährige zur Elite, die ihren Startplatz über die Top-15-Regelung bereits sicher hatte.

Anders sah die Situation bei ihren Teamkolleginnen aus. Vanessa Voigt und Janina Hettich-Walz mussten sich ihre Berechtigung erst durch starke Leistungen während der laufenden Spiele in Antholz erarbeiten. Das Reglement sieht vor, dass Athletinnen, die nicht in den Top 15 der Welt sind, über die in den olympischen Einzelrennen gesammelten Punkte nachrücken.

Hettich-Walz mit Punktlandung – Voigt dominiert Quali-Liste

Ein Blick auf die Punkteausbeute zeigt, wie souverän Vanessa Voigt ihre Aufgaben meisterte. Mit beeindruckenden 106 gesammelten Zählern führt sie die Wertung der Qualifikantinnen an und unterstreicht ihre gute Form bei diesem Großereignis. Für Janina Hettich-Walz hingegen wurde es zu einer echten Zitterpartie.

Die Schwarzwälderin sammelte in den bisherigen Wettkämpfen 37 Punkte. Das reichte denkbar knapp: Lediglich zwei Zähler trennten sie von der undankbaren Reservistenliste. Nun darf sie jedoch aufatmen und sich auf den Kampf Mann gegen Mann – beziehungsweise Frau gegen Frau – im Massenstart freuen.

Prominentes Opfer: Tandrevold nur in der Zuschauerrolle

Neben den etablierten Weltcup-Größen sorgt eine Sonderregel für frischen Wind im Teilnehmerfeld: Auch Medaillengewinnerinnen der Spiele sind automatisch startberechtigt. Nutznießerin ist die Bulgarin Lora Hristova. Obwohl sie im Gesamtweltcup nur auf Rang 73 liegt, sicherte ihr der sensationelle dritte Platz im Einzelrennen das Ticket für den Samstag.

Weniger Grund zur Freude hat eine der großen Favoritinnen aus Norwegen. Ingrid Landmark Tandrevold, die seit Monaten ihrer Bestform hinterherläuft, findet sich als prominentester Name nur auf der Reservistenliste wieder. Die Skandinavierin müsste auf drei Ausfälle hoffen, um noch ins Feld zu rutschen. Sollte ein Startplatz frei werden, steht zunächst die Estin Susan Külm als erste Nachrückerin bereit.

Verwandte Beiträge