Olympia 2026: Deutsches Biathlon-Trio für finalen Massenstart qualifiziert
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Ein bitterer Abschluss der Skisprung-Wettbewerbe in Predazzo: Das deutsche Duo Philipp Raimund und Andreas Wellinger hat im Super-Team-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele eine Medaille denkbar knapp verpasst. Nach einem wetterbedingten Abbruch des dritten Durchgangs landeten die DSV-Adler auf dem undankbaren vierten Platz – mit einem Rückstand von lediglich 0,3 Punkten auf den Bronzerang.
Der Wettbewerb auf der Großschanze entwickelte sich zu einer Geduldsprobe für Jury und Athleten. Starker Schneefall sorgte in der Schlussphase des dritten Durchgangs für irreguläre Bedingungen, woraufhin die Jury den Wettkampf vorzeitig beendete. Somit zählte das Ergebnis nach zwei Durchgängen. Während sich das österreichische Duo Jan Hörl und Stephan Embacher über die Goldmedaille freuen durfte und Polen (Pawel Wasek/Kacper Tomasiak) Silber holte, schaute das deutsche Team in die Röhre.
Besonders schmerzhaft war der Blick auf die Punktetafel: Deutschland fehlten winzige 0,3 Zähler auf die drittplatzierten Norweger Johann Andre Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal. Umgerechnet entsprach dieser Rückstand nicht einmal 17 Zentimetern an Weite. "Das ist extrem bitter, weil 0,3 ist gar nichts", kommentierte ein enttäuschter Andreas Wellinger die Entscheidung im ZDF. Sein Teamkollege Philipp Raimund fügte hinzu: "Es ist die Aufgabe der Jury. Es ist nicht meine Aufgabe. Dass es so knapp ist, tut weh."
Erstmals wurde das Format des Super-Teams bei Olympischen Winterspielen ausgetragen. Statt der üblichen vier Athleten traten pro Nation nur zwei Springer an. Bundestrainer Stefan Horngacher hatte sich neben dem frischgebackenen Normalschanzen-Olympiasieger Raimund für den erfahrenen Andreas Wellinger entschieden. Wellinger erhielt den Vorzug vor Felix Hoffmann, dessen Formkurve zuletzt nach unten zeigte und der auf der Großschanze Probleme offenbarte.
Die Leistungen des deutschen Duos waren dabei durchaus medaillenwürdig. Raimund glänzte mit Sprüngen auf 137 und 137,5 Meter. Auch Wellinger zeigte mit 127,5 und 123,5 Metern solide Leistungen, wenngleich er im Weltcup zuletzt oft den zweiten Durchgang verpasst hatte. Besonders bitter: Die starken dritten Versuche beider Athleten (Raimund 136 Meter, Wellinger 130 Meter) fielen der Annullierung zum Opfer. "Ich bin mir sicher, dass wir mit Hilles Sprung aufs Podest gesprungen wären", haderte Wellinger mit dem Abbruch.
Mit dem vierten Platz endet für den Deutschen Skiverband (DSV) ein durchwachsenes olympisches Turnier. Zwar reist der 25-jährige Philipp Raimund mit der Goldmedaille von der Normalschanze im Gepäck nach Hause – ein Karriere-Highlight für den Springer, der zuvor noch keinen Weltcupsieg feiern konnte. Doch in der Breite offenbarten sich Schwächen.
Weder bei den Männern noch bei den Frauen gelang in den weiteren Wettbewerben der Sprung auf das Treppchen. Eine derart magere Ausbeute mit nur einer einzigen Medaille hatten die deutschen Skispringer bei Winterspielen zuletzt im Jahr 2010 in Vancouver verzeichnet, als das Team um Martin Schmitt Silber holte.
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