Nach Horror-Sturz: Ski-Legende darf heim – doch der Albtraum geht weiter
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Das Rätselraten um die Stimmung im deutschen Bob-Lager hat ein Ende: Johannes Lochner und Francesco Friedrich gehen nicht als Freunde, sondern als erbitterte Rivalen in die Olympischen Winterspiele 2026. Wenn der Mann vom Königssee ab dem 16. Februar in Cortina d'Ampezzo in den Eiskanal steigt, geht es nicht nur um Edelmetall, sondern auch um die Abrechnung nach einem brisanten Abwerbeversuch, der die Beziehung der beiden deutschen Piloten auf eine harte Probe stellte.
Jahrelang schien die Hierarchie im Bobsport in Stein gemeißelt. Francesco Friedrich, der Dominator aus Sachsen, fuhr in einer eigenen Liga. Mit unglaublichen 18 Weltmeistertiteln und zwei olympischen Doppel-Goldmedaillen (Pyeongchang und Peking) war er das Maß aller Dinge. Johannes Lochner blieb oft nur die Rolle des ersten Verfolgers – so auch bei den Spielen in Peking, wo er im Zweier und Vierer Silber holte.
Doch das Blatt hat sich gewendet. In der abgelaufenen Saison durchbrach der Oberbayer die Hegemonie seines Teamkollegen. Lochner sicherte sich nicht nur die Kristallkugel im Zweierbob, sondern entriss dem Rekordchampion auch den Gesamtweltcup im Vierer – eine Trophäe, die Friedrich zuvor sieben Jahre in Folge abonniert hatte. Der Herausforderer ist nun endgültig auf Augenhöhe.
Die sportliche Wachablösung ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Hinter den Kulissen brodelte es gewaltig. Auslöser war ein Manöver vor der Saison 2024/25, bei dem Friedrich versuchte, Lochners Paradeschieber Georg Fleischhauer abzuwerben. Ein Vorgang, der laut Lochner gegen eine "stillschweigende Vereinbarung" der beiden Alpha-Tiere verstieß.
Während Friedrich die Existenz einer solchen Abmachung im SID-Interview als "Quatsch" abtat, reagierte Lochner emotional verletzt. Der Bayer sprach davon, dass sich sein Rivale "einen Schiefer eingezogen" habe und kündigte Vergeltung auf der Bahn an. Dass Fleischhauer den Avancen aus Sachsen widerstand und sich für die Loyalität zum Team Lochner entschied, bezeichnete er als "schwerste Entscheidung" seines Lebens – rettete damit aber wohl die Karriere seines Piloten.
Wie ernst die Lage war, gab Lochner offen zu. Ohne seinen vertrauten Anschieber hätte der 33-Jährige die Reißleine gezogen. "Ich hätte mir das nicht angetan, dass ich nur hinterherfahre", gestand der Pilot, der den Verbleib Fleischhauers als "brutalen Vertrauensbeweis" wertete.
Zusätzliche Würze erhält das Duell durch eine weitere Personalie: Mit Thorsten Margis sitzt seit 2024 ausgerechnet Friedrichs ehemaliger Erfolgsgarant in Lochners Schlitten. Der Mann vom SV Halle könnte nun im Viererbob von Lochner sein fünftes olympisches Gold holen – ein Szenario, das die Rivalität weiter anheizt.
Auch wenn der offene Streit inzwischen offiziell beigelegt ist, ist das Tischtuch zwischen den beiden Ausnahmekönnern zerschnitten. Echte Freunde werden Lochner und Friedrich in diesem Leben wohl nicht mehr. Für die Fans und Sportwetter bedeutet das Hochspannung pur: Es ist das letzte Kapitel einer großen Rivalität.
Lochner geht mit breiter Brust in die Rennen von Cortina: "Da darf man einfach nicht patzen", so seine Kampfansage. Der Druck liegt nun beim sächsischen Rekordhalter, der sich strecken muss, um seinen Thron zurückzuerobern.
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