Olympia-Drama in Mailand: Eiskunstlauf-Star erlebt totalen Absturz
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Das Rätselraten um die Dominanz der Skandinavier hat ein Ende, doch der Ärger beginnt erst jetzt: Wegen des Einsatzes einer umstrittenen elektrischen Fettbehandlungsmaschine beim Wachsen erwägt der finnische Verband nun den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Was als sportliche Machtdemonstration von Superstar Johannes Hösflot Kläbo und seinen Kollegen bei den Winterspielen von Mailand und Cortina begann, entwickelt sich zu einem handfesten Skandal am grünen Tisch.
Die norwegischen Langläufer dominierten den Sprint am Dienstag nach Belieben, doch im Hintergrund brodelte es gewaltig. Der Grund für den Ärger der Konkurrenz ist eine spezielle elektrische Maschine zur Fettbehandlung der Ski, welche das Team Norge direkt an die Wettkampfstrecke gebracht hatte. Zwar hatten sich die Norweger hierfür eine Genehmigung des Weltverbandes FIS eingeholt, doch genau hier liegt das Problem: Die FIS informierte die anderen Nationen nicht über die Legalität dieses technischen Hilfsmittels.
Während Kläbo und Co. mit optimal präpariertem Material – besonders an den Anstiegen – der Konkurrenz davonliefen, tappten die anderen Teams im Dunkeln. Die FIS hat mittlerweile in einer Stellungnahme, die dem finnischen Rundfunk vorliegt, den Fehler eingestanden und sich entschuldigt. Doch für die geschlagenen Nationen ist das kaum ein Trost.
Die Reaktionen auf diese Kommunikationspanne fielen heftig aus. Janne Hänninen, Sportdirektor des Finnischen Olympischen Komitees, kündigte eine gründliche Untersuchung an und schließt rechtliche Schritte nicht aus. Finnlands Cheftechniker Heikki Tonteri ging sogar so weit, seinen Schützling Lauri Vuorinen, der Vierter wurde, als "moralischen Olympiasieger" zu bezeichnen.
Auch aus dem deutschen Lager gab es deutliche Worte. Stefan Schwarzbach, Vorstand des Deutschen Skiverbandes (DSV), kritisierte den Weltverband scharf: "Das ist ein Fehler der FIS, der nicht passieren darf, schon gar nicht bei einem Großereignis wie Olympia. Die Kommunikation war schlichtweg mangelhaft."
Der Wachs-Krimi beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Norweger. Auch das Team der USA steht im Kreuzfeuer der Kritik. Laut Markus Cramer, dem deutschen Nationaltrainer der Italiener, sollen die Amerikaner eine Flüssigkeit eingesetzt haben – vermutlich ein flüssiges Schmiermittel. Der Einsatz solcher Substanzen, ob Wachs oder Wasser, ist während der Sprintrunden strengstens untersagt.
Während sich der US-Cheftechniker bereits für den Vorfall entschuldigt haben soll, bleibt ein bitterer Beigeschmack. Die kommenden Tage bei den Winterspielen werden zeigen, ob der Medaillenspiegel noch einmal am Grünen Tisch umgeschrieben werden muss.
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