Das Geheimnis um die Dominanz im Eiskanal ist gelüftet: Laura Nolte hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien ein massives Ausrufezeichen gesetzt. Die deutsche Medaillenhoffnung liegt nach der Hälfte der Läufe im Monobob an der Spitze des Feldes und greift nach einer grandiosen Vorstellung nach dem Olympiasieg. Am Montagabend fällt die Entscheidung, ob sie den Vorsprung ins Ziel retten kann.

Traumstart mit historischer Bestzeit

Der Plan der Titelverteidigerin im Zweierbob ging im italienischen Eiskanal voll auf. Bereits im ersten Durchgang zeigte die Athletin ihre ganze Klasse und brannte einen neuen Bahnrekord in das Eis. In dieser Disziplin, bei der die Pilotinnen den Schlitten selbst anschieben, lenken und bremsen müssen, ist ein solcher Start oft schon die halbe Miete.

Auch im zweiten Lauf ließ sich die Führende nicht aus der Ruhe bringen. Trotz kleinerer Fahrfehler verteidigte sie ihre Spitzenposition souverän. "Ich hatte einfach einen sehr guten Plan, den ich dann auch umsetzen konnte", analysierte Nolte ihre Leistung nach den ersten beiden von insgesamt vier Läufen zufrieden.

Die Jagd nach der verpassten Krönung

Für die Weltklasse-Pilotin ist die aktuelle Führung auch eine emotionale Wiedergutmachung. Bei den Winterspielen in Peking vor vier Jahren erlebte sie im Monobob ein Drama und verpasste als Vierte das Podest nur hauchdünn. Zwar holte sie sich später mit Anschieberin Deborah Levi sensationell Gold im Zweierbob, doch die Rechnung im Einer-Schlitten ist noch offen.

Nun stehen die Vorzeichen auf Sieg. Die Konkurrenz sitzt ihr im Nacken, doch wenn Laura Nolte ihre Nervenstärke am Montagabend erneut beweist, dürfte der Weg zur Goldmedaille frei sein.

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