Der norwegische Skilanglaufstar Johannes Hösflot Kläbo hat Sportgeschichte geschrieben und sich endgültig in den Olymp der Winterspiele katapultiert. Am Mittwoch gewann der 29-Jährige in Val di Fiemme zusammen mit Einar Hedegart die Goldmedaille im Teamsprint. Für den Ausnahmeläufer ist es der insgesamt zehnte Olympiasieg seiner Karriere – eine Marke, die vor ihm noch kein Wintersportler erreicht hat.

Auf den Spuren von Eric Heiden: Fünftes Gold bei diesen Spielen

Mit diesem Triumph setzt Kläbo seine unglaubliche Dominanz bei den aktuellen Olympischen Winterspielen fort. Der Sieg im Teamsprint bedeutete bereits seine fünfte Goldmedaille in den laufenden Wettbewerben. Damit stellt der Norweger eine Bestmarke ein, die seit über vier Jahrzehnten als unantastbar galt: 1980 hatte der US-amerikanische Eisschnellläufer Eric Heiden in Lake Placid als bislang einziger Athlet fünfmal Gold bei einer einzigen Austragung gewonnen. Kläbo hat nun gleichgezogen und unterstreicht damit seinen Status als kompletter Läufer.

Souveräner Sieg vor den USA und Italien

Nur drei Tage nach seinem Erfolg mit der Staffel, der ihn bereits zum alleinigen Rekordhalter an olympischen Goldmedaillen im Winter gemacht hatte, zeigte sich der Superstar erneut in Topform. Im Finale von Val di Fiemme ließen Kläbo und sein Partner Einar Hedegart der Konkurrenz keine Chance. In einem taktisch geprägten Rennen setzten sie sich gegen die Teams aus den USA und den Gastgebern aus Italien durch, die sich Silber und Bronze sicherten.

Deutsches Duo Moch und Stölben auf Platz neun

Auch der Deutsche Skiverband war im Finale vertreten. Das Duo Jakob Moch und Jan Stölben zeigte eine engagierte Leistung über die sechs im Wechsel gelaufenen 1,5-km-Runden. Gegen die absolute Weltspitze reichte es am Ende zwar nicht für den ganz großen Wurf, doch die beiden verkauften sich teuer und belegten schließlich den neunten Platz. Die Erinnerungen an den letzten großen deutschen Erfolg in dieser Disziplin bleiben damit bestehen: 2010 hatten Axel Teichmann und Tim Tscharnke in Vancouver sensationell Silber geholt.

Die Chance auf die absolute Krönung

Für Johannes Kläbo ist die Jagd nach Edelmetall noch nicht beendet. Am kommenden Samstag (11.00 Uhr) bietet sich dem 29-Jährigen über die 50 km die Chance, alleiniger Rekordhalter für die meisten Goldmedaillen bei einer einzigen Winterolympiade zu werden. Sollte er auch in der Königsdisziplin triumphieren, würde er Eric Heiden endgültig überflügeln.

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