Olympia 2026: Deutsche Skicrosser verpassen Medaille nach Halbfinal-Aus
Die deutschen Skicrosser bleiben ohne weitere Olympia-Medaille. Florian Wilmsmann und Tim Hronek scheiterten im Halbfinale, wobei eine unsportliche Aktion gegen...
Johannes Lochner greift nach dem olympischen Double. Zur Halbzeit der Viererbob-Konkurrenz liegt der Berchtesgadener mit deutlichem Vorsprung auf Goldkurs – und könnte dabei Bob-Geschichte schreiben.
Der Traum vom perfekten Karriereende rückt für Johannes Lochner in greifbare Nähe. Nach dem Triumph im Zweierbob dominiert der 35-Jährige auch die Königsklasse im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo. Gemeinsam mit seiner Crew Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer führt der Pilot vom BC Stuttgart zur Halbzeit souverän das Feld an. Der Vorsprung auf seinen Dauerrivalen Francesco Friedrich beträgt vor den entscheidenden zwei Läufen komfortable 0,43 Sekunden.
Lochner legte los wie die Feuerwehr. Bereits im ersten Lauf zauberte der Bayer mit der Startnummer eins sowohl einen neuen Start- als auch einen Bahnrekord ins Eis. Während Friedrich in Peking vor vier Jahren noch die Nase vorn hatte, wendete sich diesmal das Blatt. Zwar konterte der Rekordweltmeister aus Pirna im zweiten Durchgang mit einer schnelleren Startzeit, doch in der Bahn selbst verlor er erneut Zeit.
Die fahrerische Klasse Lochners machte den Unterschied. "Die Bahn liegt mir brutal gut, geht top von der Hand", analysierte der Führende selbstbewusst. Während Friedrich sich minimale Fahrfehler leistete, die sich in der Summe auf fast eine halbe Sekunde aufaddierten, steuerte Lochner sein Gerät nahezu perfekt durch die Kurven.
Nicht nur an der Spitze dominieren die Farben Schwarz-Rot-Gold. Adam Ammour von Eintracht Frankfurt zeigte eine starke Aufholjagd. Nach Rang fünf im ersten Lauf steigerte sich der Youngster im zweiten Durchgang erheblich und war sogar schneller als Friedrich. Damit schob sich Ammour auf den dritten Platz vor (+0,59 Sekunden) und verdrängte die internationale Konkurrenz.
Der Schweizer Michael Vogt lauert mit 0,12 Sekunden Rückstand auf Bronze auf dem vierten Rang, während der im Training starke Italiener Patrick Baumgartner auf Platz fünf folgt.
Sollte Lochner den Vorsprung am Finaltag ins Ziel bringen, wäre dies nicht nur sein eigener Triumph, sondern ein sporthistorisches Ereignis für seinen Anschieber. Thorsten Margis könnte zum erfolgreichsten Bobfahrer der Olympia-Geschichte aufsteigen. Mit einem weiteren Sieg hätte er fünf Goldmedaillen gesammelt und damit die Legende Kevin Kuske (vier Gold, zwei Silber) überflügelt.
Die Brisanz dabei: Margis wechselte nach einem eigentlichen Karriereende zurück in den Schlitten – allerdings zu Lochner und nicht zu seinem Ex-Piloten Friedrich. "Wir wollen Gold holen und Olympiasieger werden – nichts anderes. Es ist machbar, Franz zu schlagen", hatte Margis sein Comeback begründet. Diese Ansage scheint nun Realität zu werden.
Die deutschen Skicrosser bleiben ohne weitere Olympia-Medaille. Florian Wilmsmann und Tim Hronek scheiterten im Halbfinale, wobei eine unsportliche Aktion gegen...
Johannes Klaebo hat das Unmögliche geschafft: Mit sechs Goldmedaillen in sechs Rennen krönt sich der Norweger zum erfolgreichsten Athleten bei...
Francesco Friedrich kämpft im Viererbob um sein historisches fünftes Olympia-Gold. Für Johannes Lochner ist das Duell in der Königsklasse der...