Nach Horror-Sturz: Ski-Legende darf heim – doch der Albtraum geht weiter
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Das Rätselraten hat ein Ende und die Erlösung ist perfekt: Mikael Kingsbury hat sich mit sofortiger Wirkung in die Geschichtsbücher eingetragen und in Livigno die Goldmedaille gewonnen. Der kanadische Superstar, oft als "König der Buckelpiste" tituliert, entschied die olympische Premiere im Dual Moguls für sich und wusch damit die Schmach der vorangegangenen Tage eindrucksvoll ab.
In Livigno schrieb der 33-Jährige am Sonntag Sportgeschichte. Erstmals wurde bei Winterspielen die Disziplin Dual Moguls ausgetragen, bei der zwei Athleten zeitgleich und gegeneinander den anspruchsvollen Kurs bewältigen müssen. Im großen Finale behielt der Routinier die Nerven und setzte sich gegen den starken Japaner Ikuma Horishima durch. Während Kingsbury ganz oben auf dem Treppchen stand, sicherte sich der Australier Matt Graham im kleinen Finale die Bronzemedaille. Deutsche Athleten waren bei diesem Wettbewerb in Livigno nicht am Start.
Dieser Triumph ist für den Ausnahmekönner weit mehr als nur Edelmetall – es ist eine persönliche Genugtuung. Erst am Donnerstag hatte die Einzelentscheidung für Kingsbury äußerst schmerzhaft geendet. In einem denkbar knappen Finish kam er punktgleich (83,71 Zähler) mit dem Australier Cooper Woods ins Ziel. Aufgrund der schlechteren Bewertung bei den Schwüngen ging Gold jedoch an den Außenseiter Woods, während sich der Favorit mit Silber begnügen musste.
Die Reaktion folgte prompt: Wütend schleuderte der Kanadier seine Skier in den Schnee – eine Szene, die um die Welt ging. Später zeigte er sich gefasster und sprach von einem "Tiebreak zu meinen Ungunsten". Das Schicksal meinte es im Dual Moguls jedoch gut mit ihm: Während Kingsbury triumphierte, schied sein Bezwinger Woods nach einem Sturz bereits im Achtelfinale aus.
Mit diesem Sieg zementiert der Kanadier seinen Status als mit Abstand erfolgreichster Athlet in der Geschichte der Buckelpisten-Disziplinen. Nach seinem Einzel-Gold von Pyeongchang 2018 und insgesamt drei olympischen Silbermedaillen hat er seine Sammlung nun vervollständigt. Es dürfte der letzte große olympische Auftritt des Dominators gewesen sein: Kingsbury hat bereits angekündigt, bei den Winterspielen 2030 nicht mehr an den Start gehen zu wollen.
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