Raimund mit Nervenstärke im Finale

Ein weiterer Olympia-Tag steht in den Geschichtsbüchern und bringt eine weitere Medaille für Team Deutschland. Nach dem erfolgreichen Sonntag mit Edelmetall in Abfahrt, Rodeln und Biathlon sprang Philipp Raimund nun überraschend zu Gold. Der Triumph ist ein absolutes Highlight in einer bislang schwierigen Saison für die deutschen Skispringer.

Raimund legte früh die Basis für den Triumph. Mit 102 Metern setzte er sich nach dem ersten Durchgang an die Spitze. Als letzter Springer im Finale hielt der gebürtige Göppinger dem enormen Druck stand und segelte auf 106,5 Meter. Der Olympiasieg war perfekt.

Silber ging an den Polen Kacper Tomasiak, Bronze teilten sich Ren Nikaido und Gregor Deschwanden.

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„Scheiße nervös“ und dann Gold

„Der erste Sprung, vor dem war ich scheiße nervös. Und dann vorm zweiten Sprung sind die hier alle ausgerastet. Ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe. Aber ich bin so, so stolz darauf, dass ich es geschafft habe“, sagte Raimund in der ARD.

Dass Raimund auf der Normalschanze im Val di Fiemme zu den stärksten Springern zählen würde, hatte sich bereits im Vorfeld angedeutet. In den drei offiziellen Trainingsdurchgängen belegte er die Plätze eins, eins und zwei.

Favoriten patzen

Neben starken Flügen und sicheren Landungen profitierte Philipp Raimund auch von den Fehlern der Konkurrenz. Vor allem Domen Prevc aus Slowenien, dessen Schwester am Vortag Silber bei den Frauen gewonnen hatte, blieb unter seinen Möglichkeiten. Der Tourneesieger und Weltcup-Dominator, der in dieser Saison bereits zwölf Einzelsiege gefeiert hatte, kam auf der kleinen Schanze nicht in Schwung und belegte nur Rang sechs mit 12,3 Punkten Rückstand auf den Olympiasieger.

Fast acht Jahre nach dem Triumph von Andreas Wellinger in Pyeongchang hat Deutschland wieder einen Skisprung-Olympiasieger im Männer-Einzel. Zuvor hatten bereits Helmut Recknagel, Hans-Georg Aschenbach und Jens Weißflog Olympia-Gold gewonnen.

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