Olympia-Wahnsinn: US-Star jagt mit zweitem Gold historischen Rekord
Er ist das Gesicht dieser Spiele: Nach dem Sieg über 1000 Meter legt der US-Amerikaner auf der Sprintstrecke nach. Nun...
Das Image des friedlichen "Schachs auf dem Eis" hat tiefe Risse bekommen: Es war der kanadische Third Marc Kennedy, der im prestigeträchtigen Duell gegen Schweden am Freitag völlig die Beherrschung verlor und seinen Kontrahenten Oskar Eriksson wüst beschimpfte. In der Halle von Cortina, dem Schauplatz künftiger olympischer Träume, entlud sich eine hitzige Debatte über Fairness und Regelverstöße in einem verbalen Gewitter, das dank der Spieler-Mikrofone live in die Wohnzimmer der Fans übertragen wurde.
Eigentlich gilt Curling als der Sport der Gentlemen, doch am Freitag herrschte Eiszeit im zwischenmenschlichen Bereich. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Curling-Großmächten eskalierte, als Kennedy dem schwedischen Star Eriksson zurief: "Komm, verpiss Dich! Verpiss Dich einfach!"
Da die Akteure auf dem Eis verkabelt sind, blieb der Ausraster nicht verborgen. Der Clip verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Medien und zeigte eine Seite des Wintersports, die man so kaum kennt. Kennedy war sichtlich aufgebracht und ließ auch nach dem Spiel in einem Interview keine Reue erkennen: "Ich habe ihm gesagt, wo er sich das hinstecken soll. Das ist mir scheißegal."
Doch was brachte den kanadischen Routinier derart auf die Palme? Die Skandinavier hatten das Spiel früh unterbrechen lassen, um einen möglichen Regelverstoß der Nordamerikaner überprüfen zu lassen. Der konkrete Vorwurf wog schwer: Ein kanadischer Spieler soll seinem Stein beim Abwurf noch einen illegalen Stoß mit dem Finger gegeben haben – eine sogenannte Doppelberührung.
Während die elektronischen Griffe der Steine automatisch anzeigen, wenn ein Spielgerät erst hinter der "Hog Line" losgelassen wird (rotes Licht), ist eine Berührung mit dem Finger vom System nicht immer eindeutig zu erfassen. Das schwedische Team um Eriksson stichelte immer wieder und beharrte auf dem Betrugsvorwurf. Eriksson wies direkt auf Kennedy und drohte: "Ich zeige dir das Video nach dem Spiel." Kennedy reagierte fassungslos: "Wer? Wer? Wer tut das? Ich habe das noch nie getan."
Die Schiedsrichter und der Weltverband World Curling schritten ein, konnten jedoch keine Regelverstöße feststellen. Laut Eriksson hätten die Offiziellen die Regel "falsch ausgelegt", doch die Entscheidung stand. Trotz der vergifteten Atmosphäre behielten die Kanadier sportlich die Oberhand.
Am Ende setzten sich die "Ahornblätter" mit 8:6 durch und wahrten ihre weiße Weste mit drei Siegen aus drei Spielen. Für die Schweden hingegen verschärft sich die Krise nicht nur stimmungsmäßig: Mit der dritten Niederlage im dritten Spiel stehen die Skandinavier sportlich bereits früh unter massivem Druck.
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