Alexander Zverev sichert sich Weltranglistenspitze nach Alcaraz-Pleite
Alexander Zverev steht fest als kommende Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, da Carlos Alcaraz in Shanghai ausschied.
Alexander Zverev führt seit Montag offiziell die Tennis-Weltrangliste an. Der 29-jährige Hamburger nahm seine Auszeichnung im Vorfeld des ATP-Masters in Paris entgegen. Die Wachablösung weckt beim neuen Branchenführer allerdings gemischte Gefühle, da sein direkter Konkurrent Jannik Sinner verletzungsbedingt fehlt.
Im Tennis-Jahr 2026 haben sich für Alexander Zverev mit den ersten Grand-Slam-Siegen seiner Karriere und dem Sprung an die Weltranglistenspitze gleich mehrere Träume erfüllt. Dennoch hinterlässt der Weg an den Gipfel einen faden Beigeschmack. Sinner fehlt seit Monaten verletzungsbedingt und verpasste dadurch die Chance, die entscheidenden Punkte zur Titelverteidigung einzufahren. Gerne hätte der Deutsche die bisherige Nummer eins auf dem Platz vom Thron verdrängt.
Zverev ordnete die Umstände in einem Beitrag für die ATP offen ein. „Es ist eine seltsame Situation wegen Janniks Verletzung. So möchte man eigentlich nicht an die Spitze des Sports gelangen“, schrieb der Hamburger. Im Idealfall übernehme man die Spitzenposition, wenn alle gesund sind und in Bestform spielen. Jetzt sei er aber an diesem Punkt angekommen.
Am Montagnachmittag betonte Zverev im Rahmen der Pariser Ehrung, dass seine Ambitionen keineswegs gestillt sind. Er habe zwar eine tolle Saison gespielt, wolle aber noch viele weitere Dinge erreichen. Besonders motivieren ihn die zukünftigen Duelle mit Sinner und Carlos Alcaraz. Er freue sich auf die Herausforderung, wenn die beiden Besten wieder voll da sind.
An seinem ersten offiziellen Tag an der Spitze der Weltrangliste richtete Zverev einen besonderen Dank an seine Familie. Den größten Anteil an seinem Aufstieg schreibt er seiner Mutter Irina zu. Sie sei die wichtigste Person in seinem Leben und für seine Tenniskarriere gewesen. Während sein Vater mit dem zehn Jahre älteren Bruder Mischa zu Nachwuchsturnieren reiste, fungierte sie als seine erste Trainerin und brachte ihm den Sport bei.
Dieser Rückhalt beschränkte sich nicht nur auf den Platz. Als bei Zverev im Alter von vier Jahren Diabetes Typ 1 diagnostiziert wurde, habe seine Mutter nie an seinen Träumen gezweifelt. Sie hätte niemals zugelassen, dass ihn irgendetwas aufhält, egal welches Hindernis sich in den Weg stellte, erklärte die neue Nummer eins.
Der Fokus richtet sich nun auf den sportlichen Jahresendspurt. Beim laufenden Masters in Paris genießt Zverev in der ersten Runde ein Freilos. Sein erstes Match als offizielle Nummer eins bestreitet er am Mittwoch gegen den Italiener Lorenzo Musetti.
Im Anschluss an die beiden verbleibenden ATP-Turniere des Jahres wartet noch ein Mannschaftshöhepunkt auf den 29-Jährigen. Zverev plant, die historische Saison mit einem erfolgreichen Auftritt des deutschen Teams im Davis Cup abzuschließen.
Alexander Zverev steht fest als kommende Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, da Carlos Alcaraz in Shanghai ausschied.
Der Weltranglistenerste Jannik Sinner verpasst das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres wegen anhaltender Knieprobleme.
Vor den US Open herrscht Ungewissheit: Alcaraz und Sinner plagen Verletzungen, während Zverev in einer Formkrise steckt.