Alexander Zverev beendet das Tennis-Jahr 2026 als Nummer eins der Weltrangliste. Der 29-jährige Hamburger profitierte am Montag vom überraschenden Drittrunden-Aus seines direkten Konkurrenten Carlos Alcaraz beim Masters in Shanghai. Damit rückt Zverev als erster Deutscher seit Boris Becker im Jahr 1991 an die Spitze des ATP-Rankings.

Alcaraz stolpert gegen belgischen Außenseiter

Der Weltranglistendritte Alcaraz unterlag dem formstarken Belgier Zizou Bergs in zwei Sätzen mit 5:7 und 6:7. Bergs, der aktuell den 39. Platz der Weltrangliste belegt, diktierte über weite Strecken das Spielgeschehen. Beim Stand von 5:5 im zweiten Durchgang durchbrach der Außenseiter zunächst den Aufschlag des Spaniers. Alcaraz zeigte im Anschluss Nervenstärke, holte sich das Break zurück und erzwang den Tiebreak, musste sich dort aber der konstanten Leistung des Belgiers endgültig beugen.

Durch diese Niederlage sind alle theoretischen Szenarien hinfällig, in denen Zverev den Sprung auf den Tennis-Thron noch verpassen könnte. Der Spanier hätte, ebenso wie der US-Amerikaner Ben Shelton, kein Match mehr verlieren dürfen, um noch eine Chance auf den Spitzenplatz zu wahren. Shelton verabschiedete sich in Shanghai jedoch bereits in der zweiten Runde.

Der Weg zur offiziellen Krönung

Für Zverev, der in dieser Saison die French Open und die US Open gewann, bedeutet die Ausgangslage einen komfortablen restlichen Turnierverlauf in der chinesischen Metropole. Er trifft am Dienstag im Achtelfinale auf den Kasachen Alexander Bublik, muss aber nicht mehr zwingend selbst punkten, um Erster zu werden. Der Weg an die Spitze war bereits durch das verletzungsbedingte Saisonaus des aktuellen Weltranglistenersten Jannik Sinner geebnet worden.

In der kommenden Woche bleibt Sinner zunächst an Position eins. Da der Italiener im weiteren Jahresverlauf jedoch keine Punkte mehr verteidigen kann, wird Zverev im Klassement unweigerlich vorbeiziehen. Der offizielle Wechsel an der Spitze kann frühestens mit der Veröffentlichung der Weltrangliste am 2. November vollzogen werden.

Um dieses Datum zu halten, benötigt der Deutsche den Turniersieg in Shanghai sowie eine Halbfinalteilnahme beim Ende Oktober stattfindenden Turnier in Wien. Alternativ genügen ihm ein Finaleinzug in der chinesischen Metropole kombiniert mit einem Titelgewinn in Österreichs Hauptstadt.

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