Alexander Zverev siegt in Cincinnati – Novak Djokovic scheitert früh
Zverev erreicht nach einem Kraftakt die nächste Runde in Cincinnati, während Djokovic überraschend früh ausscheidet.
Alexander Zverev steht nach einem hart umkämpften Match beim ATP-Masters in Cincinnati im Achtelfinale. Der deutsche Top-Spieler bezwang den Franzosen Terence Atmane in zwei engen Sätzen und sicherte sich damit nicht nur das Weiterkommen, sondern auch einen Platz in den elitären Geschichtsbüchern des Tennissports.
Die als Nummer eins gesetzte deutsche Nummer eins – begünstigt durch die Absagen von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz – benötigte 2:10 Stunden für den 7:6 (7:4), 7:6 (8:6)-Erfolg. Dabei erwischte der Außenseiter aus Frankreich auf den Hartplätzen in Mason den deutlich besseren Start. Atmane zog im ersten Durchgang schnell auf 3:0 davon und nahm dem Hamburger direkt das erste Aufschlagspiel ab. Doch Zverev bewies Nervenstärke, schlug postwendend zurück und dominierte schließlich den Tiebreak.
Im zweiten Satz bestimmten die Aufschläger das Geschehen. Zverev musste lediglich zu Beginn einen Breakball abwehren, danach ließen beide Kontrahenten bei eigenem Service kaum noch etwas zu. Vier Aufschlagspiele gewann Zverev zu Null, sechs zu 15. Wie ausgeglichen die Partie insgesamt war, belegt die Punkte-Statistik: Der Cincinnati-Sieger von 2021 gewann am Ende 79 Ballwechsel und damit lediglich sechs mehr als sein Kontrahent. Für eine kurze Schrecksekunde sorgte ein Ballwechsel im ersten Satz, als Zverev den Franzosen aus kurzer Distanz abschoss. Der DTB-Star entschuldigte sich umgehend, was Atmane überaus gelassen aufnahm.
Mit diesem hart erarbeiteten Sieg feierte Zverev seinen 46. Saisonsieg und gleichzeitig seinen 20. Erfolg bei einem Masters-Turnier im laufenden Kalenderjahr. Bemerkenswert: Es ist bereits das vierte Jahr seiner Karriere, in dem der Weltranglistendritte die Marke von 20 Siegen bei 1000er-Turnieren knackt. Eine derartige Konstanz auf höchstem Niveau ist in der Geschichte der ATP-Tour zuvor nur den absoluten Legenden Roger Federer, Novak Djokovic, Rafael Nadal und Andy Murray gelungen.
„Das war eine Steigerung gegenüber meines ersten Spiels. Ich bin froh, dass ich in zwei Sätzen weitergekommen bin. Er hat es einem schwer gemacht, selbst aggressiv zu spielen“, resümierte Zverev nach dem Match gewohnt analytisch. In der Runde der letzten 16 wartet nun eine anspruchsvolle Aufgabe auf den Deutschen. Er trifft auf den US-Amerikaner Tommy Paul, der sein Match gegen den Paraguayer Adolfo Vallejo nach Satzrückstand noch mit 3:6, 6:3 und 6:4 für sich entscheiden konnte.
Zverev erreicht nach einem Kraftakt die nächste Runde in Cincinnati, während Djokovic überraschend früh ausscheidet.
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