Wimbledon: Iga Swiatek bezwingt Taylor Townsend nach Zitterpartie
Iga Swiatek zieht in Wimbledon nach einem emotionalen Dreisatzsieg gegen Taylor Townsend in die nächste Runde ein.
Die große Überraschung beim Rasenklassiker ist perfekt: Alexandra Eala hat am Samstag die Titelverteidigerin Iga Swiatek in der dritten Runde von Wimbledon besiegt. Die 21-jährige Philippina setzte sich auf dem Center Court glatt in zwei Sätzen durch und feiert den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere.
Wer nach dem emotionalen Zweitrundensieg der ungesetzten Spielerin dachte, der Höhepunkt sei bereits erreicht, wurde eindrucksvoll eines Besseren belehrt. Eala dominierte das Duell gegen eine schwächelnde Iga Swiatek und gewann mit 7:6 (11:9) und 6:2. Während die polnische Favoritin ungewohnt viele leichte Fehler produzierte, glänzte die Außenseiterin mit absoluter Nervenstärke. Ohne einen einzigen Doppelfehler und mit nur halb so vielen unforced Errors wie ihre Gegnerin zwang sie die Weltranglistendritte in die Knie.
Nach dem verwandelten Matchball ließ sich die Siegerin ungläubig an die Stirn fassend auf den Londoner Rasen fallen. Mit Tränen in den Augen betonte sie die Bedeutung dieses Triumphs für jemanden, der auf den Philippinen aufgewachsen sei. Für ihr Heimatland schreibt sie derweil Sportgeschichte: Noch nie zuvor stand eine philippinische Spielerin in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers, nun steht sie sogar unter den besten 16.
Der Weg des asiatischen Wirbelwinds ist eng mit einer spanischen Tennislegende verknüpft. Bereits im Alter von 13 Jahren zog die Linkshänderin nach Spanien, um an der Akademie von Rafael Nadal zu trainieren. Diese harte Schule ist auf dem Platz unübersehbar. Anstatt klassisches Rasentennis am Netz zu spielen, verlässt sich die 21-Jährige auf ein kraftvolles Grundlinienspiel. Sie gibt keinen Ball verloren und rückt nur ans Netz auf, wenn es taktisch zwingend erforderlich ist.
Trotz der großen Emotionen und ihres Status als neuer Fan-Liebling in London richtet Eala den Blick bereits wieder nach vorne. Mit dem Einzug ins Achtelfinale gibt sie sich noch nicht zufrieden und kündigte an, sich auf die nächste Runde fokussieren zu wollen. Dort wartet nun die nächste sportliche Bewährungsprobe: Sie trifft auf die Italienerin Jasmine Paolini, die Wimbledon-Finalistin von 2024. Wenn die Außenseiterin ihre konzentrierte Leistung wiederholen kann, stehen die Chancen gut, dass ihr beeindruckender Siegeszug weitergeht.
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