5

Der 23-jährige Brite Arthur Fery hat am Montag überraschend das Viertelfinale von Wimbledon erreicht. Der Wildcard-Inhaber bezwang auf dem Centre Court den favorisierten Bulgaren Grigor Dimitrow in einem packenden Fünfsatz-Krimi und sicherte sich damit den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere.

Fünfsatz-Krimi auf dem Centre Court

Nach 3:55 Stunden Spielzeit sank der Lokalmatador ungläubig zu Boden. Mit 7:5, 3:6, 4:6, 6:4 und 7:6 (10:7) rang er seinen erfahrenen Kontrahenten nieder. Dabei bewies der Weltranglisten-114. enorme Nervenstärke. Im vierten Durchgang lag Fery bereits mit einem Break zum 3:4 zurück, drehte das Momentum jedoch vor den Augen von Tennis-Legende Roger Federer und riss die heimischen Fans förmlich von den Sitzen. Im entscheidenden Match-Tiebreak behielt der junge Brite schließlich einen kühlen Kopf und belohnte sich für eine kämpferische Meisterleistung.

Passend zum Thema

Historischer Meilenstein für den Lokalmatadoren

Dieser Sieg katapultiert den in Frankreich geborenen, aber nur zehn Minuten von der Anlage entfernt aufgewachsenen Athleten in die britischen Geschichtsbücher. Seit Beginn der Open Era im Jahr 1968 ist er erst der fünfte Spieler, der mit einer Wildcard in die Runde der letzten Acht des prestigeträchtigen Rasenturniers einzieht. Zudem ist der Sohn von Loic Fery, dem Präsidenten des französischen Fußball-Erstligisten FC Lorient, der sechste Brite, der dieses Kunststück beim Heim-Grand-Slam vollbringt. „Es ist schwer zu beschreiben, was ich gerade auf diesem Tennisplatz gespürt habe“, zeigte sich der Sieger nach dem Match überwältigt. „Vier Spiele zu gewinnen, im Viertelfinale zu stehen, ist ein Traum.“

Dimitrows Drama und der Ausblick auf Cobolli

Während das Turnier für Grigor Dimitrow auf dem Centre Court wie schon im Vorjahr mit einer bitteren Achtelfinal-Enttäuschung endet – damals musste er gegen den späteren Champion Jannik Sinner verletzungsbedingt aufgeben –, geht das britische Sommermärchen weiter. In der nächsten Runde trifft der pfeilschnelle Aufsteiger auf Flavio Cobolli. Der italienische French-Open-Finalist setzte sich in seiner Partie souverän mit 7:5, 7:6 (7:4) und 6:3 gegen den australischen Weltranglistensechsten Alex de Minaur durch und stellt nun die nächste schwere Hürde auf dem Weg in das Halbfinale dar.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?