15

Aryna Sabalenka ist beim WTA-Masters-Turnier in Toronto überraschend früh ausgeschieden. Die Weltranglistenerste und Topfavoritin unterlag im Achtelfinale der an Position 16 gesetzten Russin Jekaterina Alexandrowa nach hartem Kampf mit 6:7 (3:7), 6:4 und 4:6.

Sabalenkas Formkrise setzt sich auf Hartplatz fort

Für die Belarussin ist das frühe Aus in Kanada der nächste herbe Rückschlag in einer ohnehin schwierigen Phase. Nachdem Sabalenka den ersten Satz im Tiebreak unglücklich abgeben musste, kämpfte sie sich mit einer deutlichen Leistungssteigerung in die Partie zurück. Letztlich erwies sich Alexandrowa nach 2:29 Stunden jedoch als die nervenstärkere Spielerin. Bemerkenswert: Auf Hartplatz war dies erst die zweite Niederlage für Sabalenka im 27. Match der laufenden Saison.

Passend zum Thema

Zuletzt offenbarte die 28-Jährige bereits auf Sand und Rasen unerwartete Schwächen. Nach einem Viertelfinal-Aus bei den French Open und dem überraschenden Scheitern in Wimbledon gegen Naomi Osaka hatte sich Sabalenka vor dem Turnier in Toronto bewusst eine Auszeit auf Mykonos genommen. Der erhoffte Neustart auf der nordamerikanischen Hartplatz-Tour ist nun vorerst missglückt. Diese Niederlage könnte zudem weitreichende Folgen für die Weltrangliste haben: Die Kasachin Jelena Rybakina hat nun die Chance, den Rückstand auf die Spitzenposition signifikant zu verkürzen.

Alexandrowas riskante Taktik zahlt sich aus

Jekaterina Alexandrowa verdiente sich den Einzug in die nächste Runde durch mutiges und aggressives Tennis. „Ich habe versucht, so viel Risiko wie möglich einzugehen, weil ich das Gefühl hatte, dass dies der einzige Weg war, mir Chancen zu erspielen“, analysierte die Russin ihren Auftritt. Obwohl diese Taktik eine höhere Fehlerquote mit sich brachte, erarbeitete sie sich genau die entscheidenden Breakbälle, die zum Sieg führten. Im Viertelfinale trifft Alexandrowa nun auf die Ukrainerin Elina Switolina, die sich zuvor souverän mit 6:2 und 6:4 gegen Amanda Anisimova durchsetzte.

Favoritensterben in Kanada: Auch Jessica Pegula ist raus

Das Achtelfinale in Toronto entpuppte sich als Stolperstein für die großen Namen. Neben Sabalenka musste auch Jessica Pegula vorzeitig die Koffer packen. Die an Nummer drei gesetzte US-Amerikanerin fand gegen Diana Schnaider zu keinem Zeitpunkt in ihren Rhythmus und verlor deutlich mit 3:6 und 3:6. Die 15. der Setzliste benötigte für die Überraschung lediglich 73 Minuten. Schnaider steht damit im Viertelfinale vor einer echten Mammutaufgabe: Sie fordert nun die Polin Iga Swiatek heraus.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?