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Pünktlich zum Start der French Open in Paris hat sich Tennis-Ikone Boris Becker zur absoluten Dominanz von Jannik Sinner geäußert. Der 56-jährige Deutsche sieht in dem formstarken Südtiroler den klaren Top-Favoriten für das prestigeträchtige Sandplatzturnier und lobt vor allem die herausragende sportliche Entwicklung des Weltranglistenzweiten auf der ATP-Tour.

Vom Schwachpunkt zur Waffe: Der dominante Aufschlag

Den Schlüssel zum aktuellen Höhenflug macht Becker in einer ganz bestimmten Kernkompetenz aus. Während Sinner bei den US Open im vergangenen Jahr im direkten Duell mit Carlos Alcaraz noch sichtbare Probleme beim Service offenbarte, hat der Italiener diese einstige Schwäche in eine echte Waffe verwandelt. Laut offiziellen ATP-Statistiken gewinnt der Grundlinienspezialist mittlerweile über 80 Prozent der Punkte nach seinem ersten Aufschlag.

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Für den sechsmaligen Grand-Slam-Sieger Becker ist die Sachlage im Eurosport-Interview eindeutig: Wenn man sich die aktuellen Zahlen ansieht, sei der Südtiroler momentan der beste Aufschläger der Welt. Durch die schnellen Punktgewinne bei eigenem Service spart der Titelanwärter zudem wertvolle Kraftreserven für anstrengende Turniertage.

Nahezu perfekt: Wie Sinners Ski-Vergangenheit auf dem Sand hilft

Neben dem starken Service besticht der amtierende Australian-Open-Champion auch in den langen Ballwechseln durch eine beispiellose Präzision. Becker beschreibt das Spiel des Italieners mittlerweile als nahezu perfekt. Besonders die aggressive Positionierung extrem nah an der Grundlinie erlaubt es ihm, die Rallyes nach Belieben zu diktieren. Selbst wenn er in die tiefe Defensive gedrängt wird, findet das Tennis-Ass fast immer einen Weg zurück in den Punkt.

Einen entscheidenden Vorteil sieht Becker dabei in der außergewöhnlichen Beinarbeit, die ihre Wurzeln im alpinen Wintersport hat. Niemand gleitet so geschmeidig über den Platz wie der ehemalige Skirennfahrer, analysiert die deutsche Legende. Genau diese einzigartige Kombination aus flinker Fußarbeit und weichen Gleitbewegungen mache ihn für seine Gegner aktuell so extrem schwer zu schlagen.

Seine überragende Form muss der Top-Favorit nun beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres auf dem Pariser Sand bestätigen. Die Titelmission beginnt am Pfingstmontag in der ersten Runde gegen den Franzosen Clement Tabur.

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