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Der verletzte Tennis-Star Carlos Alcaraz droht die entscheidende Phase der nordamerikanischen Hartplatz-Saison zu verpassen. Nach monatelanger Pause wegen einer hartnäckigen Handgelenksverletzung äußert nun die deutsche Tennis-Legende Boris Becker ernsthafte Zweifel an einer rechtzeitigen Rückkehr des Spaniers zu den US Open.

Schwache Trainingsintensität sorgt für Bedenken

Seit dem ATP-Turnier in Barcelona im April stand Carlos Alcaraz nicht mehr in einem offiziellen Match auf dem Court. Das lädierte Handgelenk setzt die aktuelle Nummer drei der Welt weiterhin schachmatt. Neue Eindrücke, die der Spanier kürzlich selbst via Instagram mit seinen Fans teilte, dämpfen die Hoffnungen auf eine rasche Besserung. Zwar betitelte er eines der Videos optimistisch mit den Worten, er sei auf dem richtigen Weg, doch die Bilder sprechen für Experten eine andere Sprache.

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In den Aufnahmen trainiert der siebenmalige Grand-Slam-Sieger Bewegungsabläufe mit einem unbesaiteten Schläger. In einer weiteren Sequenz schlägt er die Filzkugel zwar aktiv gegen eine Trainingswand, jedoch mit einer Intensität, die meilenweit von dem sonst so druckvollen und physischen Spielstil des 23-Jährigen entfernt ist.

Boris Becker befürchtet Ausfall für Cincinnati und US Open

Diese Trainingsbilder ließen auch Boris Becker aufhorchen. In seinem Podcast mit Andrea Petkovic schätzte der Leimener die Lage realistisch und durchaus pessimistisch ein. Wenn ein Spieler Mitte Juli den Ball noch nicht einmal sachte schlagen könne, sei ein Start bei den anstehenden Großereignissen in Cincinnati und in Flushing Meadows stark anzuzweifeln.

Tatsächlich wird ein Antreten beim anstehenden Masters in Montreal ab Anfang August bereits weitgehend ausgeschlossen. Das anvisierte Comeback Mitte August bei den Cincinnati Open wackelt nun massiv. Es gilt als ausgemacht, dass der ehrgeizige Iberer erst wieder auf die Tour zurückkehrt, wenn die Probleme im Handgelenk restlos auskuriert sind.

Die ATP-Tour vermisst ihren Dominator

Wie sehr der dynamische Grundlinienspieler dem Tennissport fehlt, betonte kürzlich auch Jannik Sinner. Nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung in Wimbledon stellte der Italiener klar, dass das Tennis seinen großen Rivalen dringend brauche. Die beiden Ausnahmekönner drückten der Tour in der jüngeren Vergangenheit massiv ihren Stempel auf und teilten seit Beginn des Jahres 2024 zehn von elf Grand-Slam-Titeln unter sich auf. Einzig der Deutsche Alexander Zverev konnte diese beeindruckende Dominanz bei den French Open 2026 durchbrechen – einem Turnier, bei dem der Spanier verletzungsbedingt bereits fehlte.

Ob Tennisfans beim letzten Grand Slam des Jahres auf magische Momente des Spaniers hoffen dürfen, bleibt angesichts der aktuellen Trainingsbilder mehr als fraglich.

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