Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka hat das Finale der Miami Open für sich entschieden. In einem packenden Endspiel besiegte sie die Lokalmatadorin Coco Gauff mit 6:2, 4:6 und 6:3. Mit diesem Triumph im Hard Rock Stadium sichert sich die Belarusin nicht nur ihren 24. Einzeltitel auf der WTA-Tour, sondern zieht auch in einen exklusiven Tennis-Zirkel ein.

Historischer Meilenstein: Das Sunshine Double

Durch die aufeinanderfolgenden Turniersiege in Indian Wells und nun in Miami hat Aryna Sabalenka das prestigeträchtige Sunshine Double perfekt gemacht. Dieses seltene Kunststück gelang vor ihr in der Geschichte des Damentennis lediglich fünf anderen Spielerinnen, darunter auch der deutschen Tennis-Legende Steffi Graf in den Jahren 1994 und 1996. Sabalenka bewies über die gesamten Wochen an der US-Küste eindrucksvoll, warum sie aktuell die unangefochtene Nummer eins der Welt ist. Bis zum Finale gab die Top-Favoritin keinen einzigen Satz ab und spazierte geradezu durch den Turnierbaum, während ihre Finalgegnerin oft über die volle Distanz gehen musste.

Dominanter Start und Gauffs Fehlerteufel

Vor heimischer Kulisse in Florida erwischte Coco Gauff einen klassischen Fehlstart. Die US-Amerikanerin bot der favorisierten Kontrahentin durch eine eklatante Aufschwäche sofort Angriffsfläche. Besonders die Doppelfehler brachen der in Florida geborenen Lokalmatadorin früh das Genick. Bereits im Vorfeld des Endspiels führte Gauff die Tour-Statistik mit den meisten Doppelfehlern des Jahres an. Sabalenka nutzte diese Einladungen eiskalt aus, diktierte die Ballwechsel mit wuchtigen Grundlinienschlägen und schnappte sich den ersten Durchgang im Eiltempo nach nur 37 Minuten mit 6:2.

Nervenkitzel und ein fliegender Schläger

Im zweiten Satz kippte das Momentum spürbar. Angetrieben von ihrer Familie und den frenetischen Fans kämpfte sich Gauff in die Partie zurück. Die an Nummer vier gesetzte Spielerin zeigte enormen Kampfgeist, ballte nach Winnern immer wieder die Faust und zwang die Weltranglistenerste zunehmend zu leichten Fehlern. Zwar entlud sich Gauffs Frust zwischendurch in einem zerstörten Schläger, doch sie behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven und fügte der Belarusin mit 6:4 den ersten Satzverlust des gesamten WTA-Masters zu.

Entscheidung im dritten Satz

Wer auf eine komplette Wende gewettet hatte, wurde im finalen Durchgang jedoch enttäuscht. Sabalenka demonstrierte mentale Stärke, schüttelte den Satzverlust ab und sicherte sich ein schnelles Break. Während Gauff ihre hohe Fehlerquote im entscheidenden Moment nicht abschalten konnte, servierte die Siegerin ihre ersten Aufschläge wieder gewohnt druckvoll und sicherte ihren Vorsprung souverän ab. Nach knapp über zwei Stunden verwandelte die hart schlagende Favoritin ihren Matchball und krönte ihre herausragende Nordamerika-Tour.

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