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Serena Williams hat ihr ambitioniertes Tennis-Comeback beim Rasenklassiker in Wimbledon vorzeitig beendet. Nach dem Erstrunden-Aus im Einzel zwang eine Knieverletzung die US-Amerikanerin zur Absage der Doppel-Konkurrenz. Für die Umstände ihrer Rückkehr erntete die Ausnahmespielerin scharfe Kritik von Ex-Champion Michael Stich.

Harte Worte zur Wimbledon-Wildcard

Die Entscheidung des All England Clubs, der einstigen Dominatorin des Damentennis eine Wildcard für das Hauptfeld zu geben, stieß bei Michael Stich auf völliges Unverständnis. Im Rahmen der Übertragung bei Amazon Prime fand der Wimbledon-Sieger von 1991 klare Worte und bezeichnete den Auftritt als des Tennissports nicht würdig. Besonders die Begründung der Spielerin, sie wolle ihren Kindern Stärke demonstrieren, ließ Stich nicht gelten. Dies habe schlichtweg nichts mit ihren vergangenen sportlichen Erfolgen zu tun.

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Zwar betonte der Deutsche die unbestreitbare Einzigartigkeit der langjährigen Weltranglistenersten, merkte jedoch an, dass sie die Chance zur Teilnahme völlig unberechtigt erhalten habe. Dass sie nach ihrer Niederlage zudem der verpflichtenden Pressekonferenz fernblieb, sei weder für den Veranstalter noch für das Damentennis an sich eine gute Werbung gewesen.

Frühes Aus und bittere Doppel-Absage

Sportlich verlief die Rückkehr auf den heiligen Rasen für die 23-fache Grand-Slam-Siegerin überaus ernüchternd. Bei ihrem ersten Einzel-Match nach knapp vier Jahren unterlag sie der erst 20-jährigen Australierin Maya Joint in drei Sätzen mit 3:6, 7:6 und 3:6. Das von den Fans ersehnte Highlight, ein gemeinsamer Auftritt im Doppel an der Seite ihrer Schwester Venus, platzte am darauffolgenden Samstag endgültig.

Über Instagram teilte sie ihren Anhängern mit, dass ihr Knie noch nicht wettkampfbereit sei. Die Gelegenheit, noch einmal neben Venus aufzuschlagen, habe ihr unendlich viel bedeutet, weshalb ihr die verletzungsbedingte Absage das Herz breche.

Ein steiniger Weg zurück auf den Court

Bereits im Vorfeld der Championships deutete sich an, dass der Körper der US-Amerikanerin eine Belastungsprobe durchmacht. Bei Vorbereitungsturnieren in Berlin und im Queen's Club hatte sie mit Verletzungssorgen ihrer Partnerinnen und eigenen sportlichen Rückschlägen zu kämpfen. Williams war im vergangenen Jahr wieder in den Anti-Doping-Testpool eingetreten, nachdem sie ihre einzigartige Karriere eigentlich 2022 bei den US Open offiziell beendet hatte. Das erhoffte Märchen in London blieb ihr nun jedoch verwehrt.

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