Eishockey-WM 2026: DEB-Team startet ohne Leon Draisaitl gegen Finnland
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft startet ohne den verletzten Leon Draisaitl in die WM 2026 gegen Finnland.
Paukenschlag im deutschen Eishockey: Bundestrainer Harold Kreis muss seinen Posten räumen. Nach einer Serie von enttäuschenden sportlichen Ergebnissen bei der Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen haben sich der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und der 67-Jährige laut einem aktuellen Bericht der „Bild“ auf eine einvernehmliche Trennung geeinigt.
Eigentlich war das Arbeitspapier des Deutsch-Kanadiers langfristig angelegt und sollte noch bis zur Heim-Weltmeisterschaft 2027 laufen. Doch der Verband zieht nun offenbar vorzeitig die Reißleine. Eine offizielle Bestätigung des DEB steht derzeit noch aus, doch die Vorzeichen verdichteten sich bereits in den vergangenen Wochen nach zunehmender Kritik am Trainerstab.
Die sportliche Bilanz der jüngsten Vergangenheit ließ der Verbandsspitze kaum eine andere Wahl. Bei der abgelaufenen Weltmeisterschaft in der Schweiz verpasste der Vize-Weltmeister von 2023 das erklärte Minimalziel Viertelfinale. Besonders schmerzhaft war zudem das Abschneiden beim olympischen Eishockey-Turnier in Mailand im vergangenen Februar.
Obwohl die deutsche Nationalmannschaft mit dem mutmaßlich besten Kader der Geschichte antrat und auf NHL-Superstars rund um Leon Draisaitl zurückgreifen konnte, blieb der erhoffte Erfolg aus. Trotz eines auf dem Papier überaus günstigen Turnierplans verspielte die Auswahl eine realistische Chance auf eine Medaille leichtfertig.
Die unbefriedigenden Resultate brachten das Fass zum Überlaufen, doch es rumorte schon länger im Hintergrund. Bereits während der Turniere äußerten Führungsspieler intern deutliche Kritik an der taktischen Ausrichtung und der allgemeinen Organisation. DEB-Sportvorstand Christian Künast zeigte sich in der Folge in der Analyse durchaus selbstkritisch, scheute aber zunächst vor personellen Konsequenzen zurück.
Die Liste der Vorwürfe gegen den erfahrenen Coach war jedoch zu lang geworden: Neben der Personalauswahl und der Verteilung der Eiszeiten für die nordamerikanischen Topstars stand vor allem das Coaching während der Partien im Fokus. So verzichtete Kreis in kritischen Spielphasen wiederholt auf dringend benötigte Auszeiten, um den Spielfluss des Gegners zu brechen. Zudem ließ er mehrfach die Möglichkeit ungenutzt, strittige Schiedsrichterentscheidungen per Videobeweis überprüfen zu lassen – taktische Werkzeuge, die auf internationalem Top-Niveau zwingend genutzt werden müssen.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft startet ohne den verletzten Leon Draisaitl in die WM 2026 gegen Finnland.
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