Kälteprüfung in Kiel: VFB meistert unangenehme Aufgabe

Im kalten Holstein-Stadion war früh erkennbar, dass es für den Favoriten aus Schwaben kein Selbstläufer werden würde. Holstein Kiel begann mutig, lauerte auf Ballgewinne und kam in der Anfangsphase zu den besseren Chancen. Adrián Kaprálik (8., 15.) und Andu Kelati (11.) scheiterten entweder an der Genauigkeit oder an VfB-Keeper Alexander Nübel.

Der formstarke VfB Stuttgart, dessen letzte Bundesliga-Niederlage das 0:5 gegen den FC Bayern am Nikolaustag gewesen war, tat sich zunächst schwer, Struktur in sein Ballbesitzspiel zu bringen. Erst nach rund 20 Minuten erhöhte der amtierende Pokalsieger den Druck, blieb vor der Pause jedoch ohne Durchschlagskraft. „Es war kein Schönheitswettbewerb“, ordnete Trainer Sebastian Hoeneß den Auftritt später ein und verwies auf eine „disziplinierte und fokussierte Leistung“.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Stuttgart die Kontrolle. Ein ruhender Ball brachte die Führung: Nach einer Freistoßflanke legte Atakan Karazor quer, Deniz Undav war einen Schritt schneller als sein Gegenspieler und beförderte den Ball zum 1:0 über die Linie (57.). Kiel musste öffnen, der VfB ließ jedoch kaum etwas zu.

Die Entscheidung fiel spät: In der Schlussminute nutzte Chris Führich einen Konter zum 2:0 (90.), ehe Atakan Karazor gegen seinen Ex-Klub nachlegte (90.+2). Nach einer mäßigen ersten Halbzeit war es am Ende ein verdienter, kontrollierter Auswärtserfolg, der den VfB zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren mindestens bis ins Halbfinale führt.

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Leverkusen macht Halbfinal-Hattrick klar

Bereits am Dienstag hatte Bayer Leverkusen das erste Halbfinal-Ticket gelöst. Die Werkself setzte sich in der BayArena mit 3:0 gegen den FC St. Pauli durch, die Treffer erzielten Terrier (32.), Schick (63.) und Hofmann (90.+2). Ausschlaggebend war vor allem die hohe Effizienz vor dem Tor.

Für Leverkusen ist es ein Novum: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zieht der Klub dreimal in Folge ins Pokal-Halbfinale ein. Vor zwei Jahren endete der Lauf mit dem Titelgewinn gegen den 1. FC Kaiserslautern, in der vergangenen Saison folgte das überraschende Aus auf der Bielefelder Alm.

Die beiden noch ausstehenden Viertelfinalpartien werden in der kommenden Woche ausgetragen: Am Dienstag empfängt Hertha BSC den SC Freiburg, einen Tag später kommt es zum Duell zwischen Bayern München und RB Leipzig. Die Halbfinals sind für den 21. und 22. April angesetzt.

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