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Der von Cesc Fabregas trainierte Serie-A-Klub Como 1907 hat sich erstmals in der Vereinsgeschichte für die UEFA Champions League qualifiziert. Die Norditaliener sicherten sich das Ticket für die Königsklasse durch einen souveränen 4:1-Erfolg gegen den Absteiger Cremonese am vergangenen Spieltag. Damit krönt der spanische Cheftrainer den steilen Aufstieg der Lombarden, die erst zwei Jahre zuvor in die höchste italienische Spielklasse zurückgekehrt waren.

Schwächelnde Konkurrenz und ein historischer Endspurt

Der Einzug in den wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb ist das Resultat eines beeindruckenden Schlussspurts. Die junge Mannschaft sammelte an den letzten fünf Spieltagen herausragende 13 Punkte und kassierte dabei lediglich ein einziges Gegentor. Gleichzeitig zeigten die direkten Konkurrenten unerwartete Schwächen. So holte der AC Milan in der heißen Saisonphase nur vier Zähler und blamierte sich vor heimischer Kulisse mit 1:2 gegen Cagliari. Auch Juventus strauchelte und kam im Derby gegen den FC Turin nicht über ein 2:2 hinaus.

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Junges Meisterwerk schlägt teure Schwergewichte

Fabregas, der selbst Anteile an dem Klub besitzt, lobte seine Truppe in den höchsten Tönen und sprach von einem Meisterwerk des gesamten Teams. Der Erfolg basiert auf einer extrem jungen und hungrigen Mannschaft. Neun der dreizehn wertvollsten Profis im Kader sind 23 Jahre alt oder jünger, darunter Top-Talente wie Nico Paz, Martin Baturina und Maximo Perrone. Routinier im Team ist der deutsche Abwehrspieler Marc Oliver Kempf, der im Sommer 2024 für 2,5 Millionen Euro von Hertha BSC nach Italien wechselte und mit 31 Jahren der älteste Stammspieler ist.

Besonders bemerkenswert ist die wirtschaftliche Effizienz dieses sportlichen Wunders. Obwohl Como durch seine indonesischen Eigentümer über beträchtliche finanzielle Mittel verfügt und seit Drittliga-Zeiten im Jahr 2021 rund 245 Millionen Euro investierte, beläuft sich der Einkaufswert des aktuellen Kaders auf vergleichsweise moderate 174 Millionen Euro. Zum Vergleich: Juventus zahlte für seine Mannschaft 523 Millionen Euro, der amtierende Meister Inter Mailand 308 Millionen Euro. Durch die sportlichen Erfolge explodierte der Kaderwert von Como im Laufe der Saison von 249 auf 352 Millionen Euro.

Vom Trainingsplatz-Mangel auf die größte Bühne

Für den spanischen Ex-Weltmeister schließt sich mit der Qualifikation ein Kreis. Der rasante Aufstieg des Vereins ist in der jüngeren Historie des italienischen Fußballs beispiellos. Fabregas verdeutlichte die rasante Entwicklung mit einem eindrucksvollen Rückblick: Als er vor vier Jahren in Como ankam, besaß der Verein nicht einmal ein eigenes Trainingszentrum. Heute bereiten sich die Norditaliener auf magische Nächte in der Königsklasse vor.

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