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Am kommenden Samstag, den 15. August, ist es offiziell: Jürgen Klopp tritt sein Amt als neuer Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft an. Vor seinem mit Spannung erwarteten Debüt am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande bereitet sich der 59-Jährige bereits intensiv auf seine neue Mission vor. Das klare Ziel: Den deutschen Fußball nach der letzten Enttäuschung zurück an die Weltspitze zu führen.

Entspannte Vorbereitung im Europa-Park

Bevor der sportliche Ernst beginnt, ging der neue DFB-Coach am vergangenen Wochenende noch einmal an die Wurzeln des Fußballs zurück. In „Kloppo's Kids Camp“ im Europa-Park in Rust betreute er 36 Kinder aus sozialen Einrichtungen. Obwohl der Terminplan des neuen Nationaltrainers eigentlich aus allen Nähten platzt, ließ er sich diese Herzensangelegenheit nicht nehmen. Ganz entspannt posierte er für Instagram-Videos und stellte sich beim Siebenmeterschießen gegen die Kinder selbst ins Tor – mit mäßigem Erfolg, wie er humorvoll zugab.

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57 Kandidaten auf dem Zettel: Klopps neue Rolle beim DFB

Schon bald gleicht Klopps Alltag wieder einer rasanten Achterbahnfahrt. Für den Knallstart gegen die niederländische Auswahl hat der Ex-Liverpool-Coach bereits exakt 57 potenzielle Feldspieler auf seinem Zettel notiert. Aus diesem gewaltigen Pool wird er ein Destillat für seine erste Startelf formen. Allzu radikale Revolutionen sind jedoch vorerst nicht zu erwarten, denn schon Vorgänger Julian Nagelsmann hatte mit 55 Akteuren eine ähnlich breite Liste geführt.

Klopp muss sich nun in eine für ihn ungewohnte Rolle einfügen. Er ist nicht mehr der tägliche Vereinstrainer, der Lücken im Kader durch teure Transfers schließen kann. Als Bundestrainer gilt es zu beobachten, zu filtern und aus dem vorhandenen Spielermaterial eine funktionierende Einheit zu formen – stets mit Blick auf die Belastungssteuerung der Stars.

Torwart-Frage und Umbruch: Rudi Völler kündigt Veränderungen an

Die Baustellen im Kader sind klar umrissen. Ganz oben auf der Agenda steht die Suche nach einer klaren Nummer eins im Tor. Mit Kandidaten wie Marc-André ter Stegen, Oliver Baumann oder dem jungen Jonas Urbig hat der Trainer mehrere Optionen zur Auswahl. Auch die Position des Außenverteidigers sowie die Suche nach neuen Führungsfiguren auf dem Platz werden in den kommenden Wochen dominieren.

Zudem steht ein struktureller Umbruch bevor. Sportdirektor Rudi Völler machte deutlich, dass die Konsequenzen der letzten blamablen Weltmeisterschaft noch nicht vollständig gezogen sind: „Nach so einem großen Turnier wird es auch ein paar Spieler geben, die von sich aus zurücktreten oder nicht mehr eingeladen werden.“ Auf Jürgen Klopp warten also direkt zu Beginn seiner Amtszeit richtungsweisende Personalentscheidungen.

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