FC Bayern München: Hoeneß äußert Zweifel an Eberl-Verlängerung
Uli Hoeneß lässt die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl beim FC Bayern München trotz jüngster Erfolge vorerst offen.
Trotz des jüngsten Triumphes im DFB-Pokalfinale und dem damit verbundenen Double-Gewinn brodelt es beim FC Bayern München gewaltig. Hinter den Kulissen des deutschen Rekordmeisters herrscht offenbar seit Monaten tiefe Uneinigkeit, die nun in eine offene Debatte um die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl mündet.
Während die Mannschaft auf dem Platz Rekorde bricht, gleicht die Chefetage an der Säbener Straße einem Pulverfass. Wie übereinstimmende Medienberichte enthüllen, ist der Verein in der Führungsebene schon lange keine Einheit mehr. Im Zentrum der Kritik steht dabei ausgerechnet der Mann, der die sportliche Neuausrichtung leiten soll.
Besonders im einflussreichen Aufsichtsrat weht dem 52-jährigen Sportvorstand ein rauer Wind entgegen. Ehrenpräsident Uli Hoeneß sorgte kürzlich in einem viel beachteten Interview für Aufsehen, als er die Chancen auf eine Vertragsverlängerung mit dem Ex-Leipziger über das Jahr 2027 hinaus auf lediglich 60 zu 40 bezifferte. Der Klub-Patron ließ dabei tief blicken und betonte, dass durchaus noch Zweifel bestünden, ob der aktuelle Manager der richtige Mann für die Zukunft des FC Bayern sei.
Diese öffentlichen Aussagen trafen den so Kritisierten sichtlich unvorbereitet. In einer ersten Reaktion im Fernsehen zeigte er sich überrascht über die offenen Worte des Aufsichtsratsmitglieds, räumte aber ein, dass diese Zweifel anscheinend real seien, da sie sonst nicht in dieser Form geäußert worden wären.
Die Gründe für den internen Dissens sind vielschichtig. Dem Sportvorstand wird aus dem Kontrollgremium offenbar vorgeworfen, in Transferfragen zu voreilig und ohne ausreichende Rücksprache mit den Granden des Vereins zu agieren. Zudem wünschen sich die Bosse in Personalgesprächen einen härteren Verhandlungspartner. Auch das Verhältnis zu Sportdirektor Christoph Freund gilt hinter vorgehaltener Hand als belastet.
Besonders pikant: Neben einer angeblich mangelhaften Streitkultur stören sich die Verantwortlichen laut Berichten auch an den regelmäßigen handyfreien Auszeiten ihres Managers. In einer Branche, in der Erreichbarkeit oft über Millionen-Deals entscheidet, sorgt dieser Arbeitsstil in München für Unverständnis. Eine finale Entscheidung über die langfristige Ausrichtung in der Chefetage und die Personalie selbst wird nun für die wegweisende Aufsichtsratssitzung im kommenden August erwartet.
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