FC St. Pauli steigt in die 2. Liga ab: Tränen nach Wolfsburg-Pleite
Der FC St. Pauli steigt nach einer 1:3-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg endgültig in die 2. Bundesliga ab.
Der FC St. Pauli trifft am heutigen Nachmittag am heimischen Millerntor in einem direkten Duell auf den VfL Wolfsburg. Für beide abstiegsbedrohten Nordclubs geht es am Tabellenende um den puren sportlichen Überlebenskampf in der Bundesliga. Während die Hamburger dringend einen Sieg benötigen, um den Relegationsplatz zu erreichen, entscheidet sich das Schicksal beider Teams zeitgleich in einem historischen Fernduell mit dem punktgleichen 1. FC Heidenheim.
Die Ausgangslage für die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin ist denkbar schwierig. Nach neun sieglosen Spielen in Folge und dem bitteren 1:2 bei RB Leipzig sind die Hausherren auf den 18. Tabellenplatz abgerutscht. Kapitän Jackson Irvine fordert von seiner Mannschaft vehement, den Kopf oben zu behalten und weiterhin an die eigenen Stärken zu glauben. Fakt ist jedoch: Die Kiezkicker müssen dieses Heimspiel zwingend gewinnen, um überhaupt nach dem letzten Strohhalm greifen zu können. Selbst bei einem dreifachen Punktgewinn sind sie aufgrund der schwächeren Tordifferenz auf Schützenhilfe des 1. FSV Mainz 05 angewiesen, der zeitgleich gegen Heidenheim antritt.
Spürbar optimistischer präsentiert sich die sportliche Lage bei den Gästen. Seit Dieter Hecking das Traineramt übernommen hat, verzeichnet das Team eine aufsteigende Formkurve und kletterte zuletzt auf den 16. Rang. Die Niedersachsen halten ihr Schicksal somit in den eigenen Händen. Hecking blickt dem Kräftemessen am Millerntor voller Vorfreude entgegen und betont, dass sich seine Spieler diese Ausgangsposition in den vergangenen Wochen hart erarbeitet haben. Ein Punktgewinn in Hamburg könnte den Wölfen dank des besseren Torverhältnisses bereits reichen, um zumindest nicht direkt abzusteigen.
Die aktuelle Konstellation im Abstiegskampf ist in der Geschichte der Liga nahezu einmalig. Mit den Hamburgern, Wolfsburgern und Heidenheimern stehen drei punktgleiche Kontrahenten vor dem entscheidenden Spieltag massiv unter Druck. St.-Pauli-Schlussmann Nikola Vasilj brachte die Situation unter der Woche treffend auf den Punkt, als er feststellte, dass alle drei Vereine im selben Boot sitzen. Wer am Ende den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss und wer in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen darf, entscheidet sich in 90 hochdramatischen Minuten an der Elbe und auf der Ostalb.
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