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Feyenoord Rotterdam hat sich nach knapp 16 Monaten überraschend von Cheftrainer Robin van Persie getrennt. Trotz der Vizemeisterschaft in der niederländischen Liga und der erfolgreichen Qualifikation für die Champions League wird der Traditionsklub mit einem neuen Trainerteam in die anstehende Saison 2026/27 starten.

Kritik trotz Champions-League-Qualifikation

Die nackten Zahlen der jüngsten Vergangenheit lesen sich auf den ersten Blick positiv: Seit Anfang Februar musste der amtierende Vizemeister nur eine einzige Niederlage in der Liga hinnehmen und ließ den großen Rivalen Ajax Amsterdam in der Tabelle souverän hinter sich. Dennoch entschied sich die sportliche Leitung nun für einen harten Schnitt. Kritiker der Amtszeit des ehemaligen Weltklasse-Stürmers verweisen auf das Zweitrunden-Aus im niederländischen Pokal gegen den SC Heerenveen und eine durchaus durchwachsene Endphase der Saison. Aus den letzten zehn Ligaspielen holten die Rotterdamer lediglich vier Siege bei fünf Unentschieden und einer Niederlage.

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Verletzungsmisere und Kaderwert im Fokus

Ein zentrales Thema rund um das Aus des Trainers ist der gesunkene Kaderwert. Während der Ära des niederländischen Ex-Nationalspielers verlor das Team schätzungsweise 62 Millionen Euro an Marktwert. Allerdings verlangt diese Statistik nach Kontext, denn Feyenoord hatte ab Januar mit einer beispiellosen Verletzungsmisere zu kämpfen.

Wichtige Defensiv- und Stammspieler wie Gernot Trauner, Gijs Smal und Thomas Beelen, der mit einem Beinbruch monatelang ausfiel, brachen weg. Auch Akteure wie Jeremiah St. Juste und Hwang In-beom verpassten weite Teile der Spielzeit. Erschwerend hinzu kam der schmerzhafte Verkauf von Mittelfeld-Motor Quinten Timber in der Winterpause. Trotz all dieser massiven personellen Rückschläge fing das Team die Ausfälle weitgehend auf und hielt den Kurs in Richtung Königsklasse.

Spielerentwicklung als starkes Erbe

Trotz der sofortigen Trennung hinterlässt der scheidende Übungsleiter ein immenses sportliches wie finanzielles Erbe. Unter seiner sportlichen Führung entwickelten sich Offensivkräfte wie Ayase Ueda und Anis Hadj Moussa zu absoluten Leistungsträgern und Überperformern. Besonders Ueda erinnerte in seinen stärksten Phasen stark an die Glanzzeiten seines Trainers auf dem Platz. Es wird erwartet, dass diese formstarken Akteure dem Klub im kommenden Sommer signifikante Ablösesummen im Bereich von 80 bis 100 Millionen Euro einbringen könnten. Auch junge Talente wie Oussama Targhalline, Jordan Bos oder Zechiël Read machten unter dem Trainerteam einen deutlichen Schritt nach vorne.

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