Jürgen Klopp benennt ersten DFB-Kader – Termin für Neustart fix
Jürgen Klopp verkündet am 17. September seinen ersten Kader als Bundestrainer für den Auftakt der Nations League.
Der ehemalige Weltmeister Jürgen Kohler äußert sich zum bevorstehenden Engagement von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer. Die BVB-Ikone lobt den 59-Jährigen zwar als perfekten Kandidaten für den DFB, warnt jedoch eindringlich davor, sofortige Wunder zu erwarten.
Für viele deutsche Fußballfans ist die erwartete Verpflichtung von Jürgen Klopp ein absoluter Heilsbringer. Der designierte Chefcoach, der aktuell noch als globaler Fußballchef bei Red Bull gebunden ist, soll die Nationalmannschaft zurück in die absolute Weltspitze führen. Dem Vernehmen nach erhält der Erfolgstrainer einen Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030 in Marokko, Portugal und Spanien. Dabei soll sein Gehalt die Summe von rund sieben Millionen Euro übersteigen, die sein Vorgänger Julian Nagelsmann jährlich bezogen haben soll.
Jürgen Kohler, Weltmeister von 1990, hält große Stücke auf den Ex-Dortmunder und bezeichnet ihn als außergewöhnlichen Motivator. Gegenüber der Münchner Abendzeitung stellte der 60-Jährige jedoch klar, dass auch ein Trainer dieses Kalibers nicht einfach zaubern könne. Es reiche nicht aus, nur ein paar treffende Sprüche zu klopfen, vielmehr müsse der neue Mann an der Seitenlinie eine völlig neue Leistungskultur innerhalb des DFB etablieren.
Wenn es nach Kohler geht, liegt das Problem der aktuellen Auswahl tief verwurzelt in der mentalen Einstellung auf dem Rasen. Der langjährige Innenverteidiger vermisst die Zeiten, in denen internationale Gegner mit Respekt und Unbehagen gegen Deutschland antraten. Die DFB-Elf müsse wieder das Markenzeichen entwickeln, dass Kontrahenten auf dem Platz physisch und psychisch leiden müssen.
An fußballerischem Talent mangele es im Land keineswegs. Doch spielerische Klasse allein gewinnt laut dem Ex-Profi keine großen Titel. Vielmehr seien Charakter, Widerstandsfähigkeit und die absolute Bereitschaft entscheidend, für die Mitspieler weite Wege zu gehen und sich bedingungslos aufzuopfern.
Ein weiterer Kritikpunkt der Vereinslegende von Borussia Dortmund ist das Fehlen absoluter Weltklasse im aktuellen Kader. Für Kohler definiert sich diese höchste Stufe darüber, die wichtigsten Spiele gegen die stärksten Gegner konstant und immer wieder zu entscheiden. Genau diese individuelle Qualität gehe der Mannschaft derzeit in den entscheidenden Momenten ab.
Ein radikaler Umbruch erscheint nun zwar als verlockende Lösung, doch die BVB-Ikone warnt vor blindem Aktionismus. Es bringe nichts, einfach zehn etablierte Spieler aus dem Kader zu streichen. Die wahre Aufgabe für das neue Trainerteam wird es sein, die exakt passenden Charaktere zu identifizieren. Die deutsche Auswahl brauche wieder echte Führungsspieler, die aktiv Verantwortung suchen und sich in kritischen Spielphasen auf dem Feld nicht verstecken.
Jürgen Klopp verkündet am 17. September seinen ersten Kader als Bundestrainer für den Auftakt der Nations League.
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