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Der 1. FSV Mainz 05 hat sich mit einem 2:1-Auswärtssieg beim FC St. Pauli vorzeitig den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gesichert. Während die Rheinhessen am 31. Spieltag im ausverkauften Millerntor-Stadion den Ligaverbleib feierten, verschärft sich die Krise bei den Kiezkickern dramatisch. Die Hamburger taumeln nach einer über weite Strecken ideenlosen Vorstellung immer tiefer in den Abstiegssog.

Fatale Fehler und Mainzer Effizienz

Die Ausgangslage vor fast 30.000 Zuschauern hätte unterschiedlicher nicht sein können. Die formstarken Gäste konnten befreit aufspielen, während der tabellarische Druck massiv auf den Hausherren lastete. Zwar begannen die Norddeutschen durchaus schwungvoll und sorgten nach frühen Eckbällen für Unruhe im gegnerischen Strafraum, doch ein verheerender Fehler im eigenen Spielaufbau brachte sie rasch auf die Verliererstraße.

Innenverteidiger Hauke Wahl spielte einen hochriskanten Pass auf den bedrängten Sechser Eric Smith. Der Mainzer Kaishu Sano erfasste die Situation blitzschnell, ging dazwischen und leitete den Ball an Phillip Tietz weiter. Der Mittelstürmer fackelte nicht lange und vollstreckte aus 16 Metern mühelos zur 1:0-Führung für die Gäste (6. Minute).

Offensivflaute bleibt das große Manko

Nach dem frühen Rückschlag zog sich die Mannschaft von Trainer Bo Henriksen clever zurück und überließ den Hausherren den Spielaufbau. Hier offenbarte sich schonungslos das größte Problem der Hamburger in dieser Saison: die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel. Mit nur 26 erzielten Toren in 31 Partien stellt das Team eine der schwächsten Angriffsreihen der Liga. Das oftmals fade Ballgeschiebe vor dem massiven Abwehrriegel der Gäste blieb wirkungslos.

Die Mainzer bestraften diese offensive Harmlosigkeit gnadenlos und agierten vor dem Tor zielstrebig. Noch vor dem Seitenwechsel nutzte Verteidiger Phillipp Mwene die eklatanten Lücken in der Hamburger Defensive und erhöhte auf 2:0 (40.).

Rheinhessen jubeln, St. Pauli zittert vor Konkurrenz

Erst in der absoluten Schlussphase flackerte noch einmal kurz Hoffnung bei den heimischen Fans auf. Dem eingewechselten Abdoulie Ceesay gelang in der 87. Minute der 1:2-Anschlusstreffer. Das finale Aufbäumen kam jedoch zu spät, um das Spiel noch zu drehen.

Durch den verdienten Dreier klettert Mainz auf Rang zehn und plant endgültig für ein weiteres Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse. Für den FC St. Pauli wird die Luft auf dem Relegationsplatz hingegen immer dünner. Die formschwachen Braun-Weißen müssen nun ernsthaft befürchten, dass Konkurrenten wie der VfL Wolfsburg oder der 1. FC Heidenheim im entscheidenden Saisonendspurt noch an ihnen vorbeiziehen.

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