VfL Wolfsburg empfängt SC Paderborn – Hecking und Eriksen im Fokus
Im Relegations-Hinspiel gegen den SC Paderborn ruhen die Hoffnungen des VfL Wolfsburg auf Hecking und Eriksen.
Der SC Paderborn hat durch ein torloses 0:0-Remis im Relegations-Hinspiel beim VfL Wolfsburg das Tor zur Bundesliga weit aufgestoßen. Die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann erarbeitete sich am Freitagabend eine exzellente Ausgangsposition für das entscheidende Rückspiel am kommenden Montag vor heimischem Publikum. Ein einziger Sieg trennt die Ostwestfalen nun noch vom erträumten Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.
Während der SCP in der Schlussphase der Zweitliga-Saison noch mit eklatanten Abwehrschwächen zu kämpfen hatte – wie bei den wilden Partien gegen Magdeburg (4:3), Schalke (2:3) oder Elversberg (1:5) –, zeigte sich die Defensive in der Autostadt von einer völlig anderen Seite. Die neu formierte Dreierkette um Calvin Brackelmann, Tjark Scheller und Mattes Hansen präsentierte sich äußerst sattelfest und ließ den Bundesliga-Profis kaum Raum zur Entfaltung.
Den favorisierten Niedersachsen, die mit einem deutlich höheren Etat ins Rennen gingen, gelang es trotz mehr Ballbesitz nicht, hochkarätige Chancen zu kreieren. Selbst Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking zollte dem Gegner Respekt und merkte an, dass die Gäste die Räume konsequent verdichteten. Die starke Angriffsreihe der Hausherren um Adam Daghim und Dzenan Pejcinovic wurde weitestgehend abgemeldet. Auch Joker Mohamed Amoura fand kein Durchkommen gegen die disziplinierten Paderborner.
Wenn es im Paderborner Strafraum doch einmal brenzlig wurde, war auf Schlussmann Dennis Seimen Verlass. Die Leihgabe des VfB Stuttgart hielt sein Team mit starken Paraden, insbesondere im Eins-gegen-Eins, im Spiel und unterstrich seine herausragende Form aus der abgelaufenen Saison.
Für die Ostwestfalen heißt es laut Coach Kettemann über das Wochenende nun erst einmal Kräfte tanken und herunterfahren, bevor am Montag das absolute Alles-oder-Nichts-Spiel ansteht. Gewinnen die Hausherren in der heimischen Arena – ob regulär, nach Verlängerung oder im Elfmeterschießen –, ist der Aufstieg perfekt. Einzig die unnötige Gelb-Rote Karte für Jonah Sticker in der Nachspielzeit trübt die starke Auswärtsleistung ein wenig. Dennoch geht Paderborn mit breiter Brust in das Rückspiel, bei dem die Heimstärke nun das Zünglein an der Waage sein soll.
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