Hull City besiegt Middlesbrough und kehrt in die Premier League zurück
Hull City sichert sich durch einen dramatischen 1:0-Erfolg gegen den FC Middlesbrough die Rückkehr in die Premier League.
Am dramatischen letzten Spieltag der Premier League hat sich Tottenham Hotspur im letzten Moment vor dem Abstieg gerettet. Während die Spurs durch einen knappen Heimsieg den Klassenerhalt sicherten, muss West Ham United trotz eines Erfolgs den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Gleichzeitig verpasste das millionenschwere Team des FC Chelsea durch eine unerwartete Niederlage komplett das internationale Geschäft.
Das monatelange Zittern im Norden Londons hat ein Ende. Nach einer desaströsen Spielzeit, in der gleich drei verschiedene Trainer an der Seitenlinie standen, rettete sich Tottenham durch ein hart umkämpftes 1:0 gegen den FC Everton. Der goldene Treffer gelang dabei ausgerechnet João Palhinha. Die Leihgabe des FC Bayern München bescherte den Spurs die entscheidenden Punkte, um die Saison mit 41 Zählern über dem Strich zu beenden.
Trotz eines souveränen 3:0-Erfolgs gegen Leeds United herrscht im Osten der Hauptstadt dagegen pure Tristesse. West Ham United steigt mit 39 Punkten ab und muss erstmals seit der Saison 2011/12 wieder in der Championship antreten. Die Hammers folgen damit den Wolverhampton Wanderers und dem FC Burnley in die Zweitklassigkeit. Brisant: Der Abstieg reißt auch ein Loch in die Kassen der Steuerzahler, da der 99-jährige Mietvertrag für das London Stadium, die Heimstätte der Hammers, weitreichende finanzielle Klauseln beinhaltet.
Während im Tabellenkeller Tränen der Trauer flossen, hieß es in Liverpool Abschied nehmen von zwei Vereinslegenden. Beim 1:1 an der Anfield Road gegen den FC Brentford liefen Mohamed Salah und Andrew Robertson zum letzten Mal für die Reds auf. Nach Abpfiff ließ sich ein sichtlich emotionaler Salah von den Fans feiern. Ein Trostpflaster für die scheidenden Stars: Liverpool sicherte sich als fünftes englisches Team nach dem FC Arsenal, Manchester City, Manchester United und Aston Villa das Ticket für die Champions League.
Komplett ohne europäischen Fußball muss in der kommenden Spielzeit der FC Chelsea auskommen. Die Blues, ausgestattet mit dem mit 1,16 Milliarden Euro sechstwertvollsten Kader der Welt, blamierten sich beim AFC Sunderland mit 1:2. Vor dem Spieltag lagen die Londoner noch auf dem achten Platz, der für die Conference League gereicht hätte. Mit einem Sieg wäre sogar die Europa League möglich gewesen. Nun steht der künftige Chelsea-Trainer Xabi Alonso vor der Aufgabe, sich mit seinem Starensemble rein auf die heimischen Wettbewerbe zu konzentrieren.
Befreit aufspielen konnte derweil der FC Arsenal. Der feststehende englische Meister feierte vor Tausenden euphorischen Fans auf den Straßen einen 2:1-Sieg bei Crystal Palace. Die Mannschaft um den deutschen Nationalspieler Kai Havertz, der das Siegtor von Noni Madueke stark auflegte, krönte damit eine herausragende Saison.
Ein Ära endete hingegen bei Manchester City. Starcoach Pep Guardiola verlor sein letztes Spiel an der Seitenlinie der Skyblues mit 1:2 bei Aston Villa. Der Katalane verlässt den Verein nach zehn überaus erfolgreichen Jahren, in denen er sechs Meisterschaften, dreimal den FA Cup und die begehrte Champions League nach Manchester holte.
Hull City sichert sich durch einen dramatischen 1:0-Erfolg gegen den FC Middlesbrough die Rückkehr in die Premier League.
Bruno Fernandes von Manchester United krönt seine herausragende Saison mit der Wahl zum Spieler der Premier League.
Der RC Lens gewinnt durch ein 3:1 gegen OGC Nizza erstmals den Coupe de France. Florian Thauvin glänzt als Matchwinner.