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Marc-André ter Stegen steht nach dem bitteren WM-Aus vor einem entscheidenden Wendepunkt in seiner Karriere. Der deutsche Torhüter hat beim FC Barcelona scheinbar keine sportliche Zukunft mehr und weckt nun konkretes Interesse in den Niederlanden: Ajax Amsterdam und der neue Cheftrainer Míchel machen sich für eine Verpflichtung des Routiniers stark.

Bitteres WM-Aus und Sackgasse in Barcelona

Die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wird ohne den 34-Jährigen stattfinden. Ein erneuter Verletzungsrückschlag machte die Hoffnungen des Keepers auf das große Turnier zunichte. Um sich für Bundestrainer Julian Nagelsmann zu empfehlen und die notwendige Spielpraxis zu sammeln, war der Schlussmann im Januar auf Leihbasis zum FC Girona gewechselt. Doch eine schwere Oberschenkelblessur, erlitten Ende Januar gegen Real Oviedo, beendete den Plan nach nur zwei Einsätzen vorzeitig.

Auch bei seinem Stammverein, dem FC Barcelona, stehen die Zeichen auf Abschied. Unter dem neuen Trainer Hansi Flick spielt der gebürtige Mönchengladbacher keine Rolle mehr. Obwohl sein Vertrag bei den Katalanen noch bis 2028 läuft, suchen beide Seiten offen nach einer Lösung für eine dauerhafte Veränderung.

Ajax Amsterdam im Umbruch: Lockt Míchel seinen Ex-Schützling?

Hier kommt Ajax Amsterdam ins Spiel. Der niederländische Traditionsklub steht nach einer enttäuschenden Saison, die lediglich auf Platz fünf endete, vor einem massiven Umbruch. Viel Zeit bleibt nicht, da bereits am 6. August die erste Phase in der Conference League ansteht. Der neue Ajax-Trainer Míchel, der jüngst aus Girona in die Grachtenstadt wechselte, kennt die Qualitäten seines ehemaligen Schützlings bestens.

Unterstützt wird das Vorhaben von Jordi Cruijff. Der Technische Direktor der Niederländer lobte bei der Vorstellung des 50-jährigen Spaniers dessen ehrgeizige Vision. Ein zentraler Baustein dieser neuen, wettbewerbsfähigen Mannschaft soll ein erfahrener Rückhalt zwischen den Pfosten sein.

Das Gehalt als Stolperstein auf dem Weg nach Amsterdam

Ter Stegen selbst zieht dem Vernehmen nach ein sportliches Projekt in Betracht, bei dem er sich wieder wichtig fühlen und kontinuierlich Spielpraxis sammeln kann. Doch der Deal hat einen gewaltigen Haken: die Finanzen. In Katalonien streicht der Torwart schätzungsweise bis zu 18 Millionen Euro brutto pro Jahr ein. Ein Gehalt, das für die Amsterdamer ein massives Hindernis darstellt.

Sollte der ambitionierte Transfer an den Gehaltsvorstellungen scheitern, haben Míchel und Cruijff bereits alternative Lösungen auf dem Zettel. Unter anderem werden der ebenfalls von Barcelona an Elche verliehene Iñaki Peña sowie Mark Flekken von Bayer Leverkusen als mögliche Kandidaten an der Johan-Cruyff-Arena gehandelt.

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