Tumulte im WM-Finale: FIFA ermittelt gegen Argentinien und Spanien
Nach handfesten Auseinandersetzungen im WM-Finale fordert die FIFA offizielle Stellungnahmen von Argentinien und Spanien.
Die algerische Nationalmannschaft hat ein drohendes Vorrunden-Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft im letzten Moment abgewendet. Im kalifornischen Santa Clara drehte das Team von Trainer Vladimir Petkovic einen Rückstand gegen Jordanien und siegte nach einem zähen Kampf dank zweier Treffer nach Eckbällen. Für die jordanische Auswahl besiegelt die bittere Niederlage das vorzeitige Ausscheiden aus dem Turnier.
In einer intensiv geführten Anfangsphase im San-Francisco-Bay-Stadion war beiden Teams der immense Druck des Gewinnenmüssens anzumerken. Während die Nordafrikaner rasch das Kommando übernahmen und bis zur ersten Trinkpause über 75 Prozent Ballbesitz verbuchten, setzten die Außenseiter konsequent auf brandgefährliche Umschaltmomente. Nach einem vergebenen Hochkaräter des ehemaligen Premier-League-Stars Riyad Mahrez rächte sich die unzureichende Konterabsicherung der Petkovic-Elf.
Ein Fehlpass im algerischen Aufbauspiel leitete in der 34. Minute die jordanische Führung ein. Nach einer Hereingabe nutzte Nizan Al-Rashdan die allgemeine Unordnung im Strafraum und bezwang Keeper Luca Zidane mit einem überlegten Flachschuss aus 15 Metern. Der Rückstand zur Pause war keinesfalls unverdient: Die Algerier hatten es sich mit ihrer Dominanz zu bequem gemacht, während der Gegner zielstrebiger agierte und ein Plus an Torschüssen verzeichnete.
Vladimir Petkovic reagierte prompt und brachte zur zweiten Hälfte frisches Personal, darunter den Ex-Schalker Nabil Bentaleb, um die stockende Offensive neu zu justieren. Obwohl die Jordanier bei schnellen Gegenstößen durch Mousa Al Tamari stets gefährlich blieben, schnürten die Nordafrikaner ihren Gegner zunehmend ein. Letztlich war es nicht das spielerische Feuerwerk, sondern die Wucht bei ruhenden Bällen, die die Partie komplett auf den Kopf stellte. Zwei erfolgreich verwertete Eckbälle ließen den jordanischen Traum von der K.o.-Runde endgültig platzen.
Maßgeblichen Anteil an der emotionalen Wende hatte Ibrahim Maza. Der in Berlin geborene Offensivmann in Diensten von Bayer Leverkusen lenkte das Spiel seiner Mannschaft und wurde folgerichtig zum Spieler des Spiels gewählt. Der Bundesliga-Profi zeigte sich nach dem Schlusspfiff sichtlich erleichtert: „Wir haben Geduld bewiesen. Die drei Punkte sind das Wichtigste“, resümierte der Angreifer und schickte direkt eine Kampfansage an die kommenden Gegner hinterher: „Wir gehen mit Selbstvertrauen in das nächste Spiel und werden noch mehr kämpfen als heute.“
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