Wadenverletzung: Argentinien muss bei WM auf Leonardo Balerdi verzichten
Bittere Pille für Argentinien: Abwehrspieler Leonardo Balerdi fällt verletzungsbedingt für die Weltmeisterschaft aus.
Die argentinische Nationalmannschaft hat ihr vorletztes Testspiel vor der Weltmeisterschaft gegen Honduras souverän mit 2:0 gewonnen. Überschattet wurde der sportliche Erfolg im US-Bundesstaat Texas jedoch von personellen Sorgen. Nationaltrainer Lionel Scaloni muss kurz vor dem Auftaktspiel am 17. Juni um die Fitness mehrerer Leistungsträger bangen – allen voran steht die Gesundheit von Superstar Lionel Messi im Fokus.
Weltmeister-Coach Scaloni bemühte sich auf der Pressekonferenz zwar, keinen Alarm zu schlagen, musste jedoch offen einräumen, dass viele seiner Akteure derzeit nicht hundertprozentig fit seien. Das prominenteste Sorgenkind ist dabei zweifellos Lionel Messi. Der bald 39-jährige Anführer der Albiceleste verfolgte den Sieg gegen Honduras lediglich als Zuschauer, da sein Oberschenkelmuskel nach intensiven Wochen bei Inter Miami überlastet ist.
Dennoch gibt es vorsichtige Entwarnung: Der Ausnahmekönner macht laut dem Trainerstab gute Fortschritte und hat bereits wieder Teile des Mannschaftstrainings absolviert. Ob der Offensivmann im finalen Härtetest gegen Island auflaufen wird, soll sich kurzfristig entscheiden. Wie enorm die Euphorie um den Routinier weiterhin ist, zeigte sich in College Station: Allein die Einblendung seines Gesichts auf der Stadionleinwand löste bei den Zuschauern Begeisterungsstürme aus. Zusätzliche Hoffnung schöpften die Fans, als Messi nach dem Schlusspfiff noch einige Sprints auf dem Rasen absolvierte.
Neben dem offensiven Fixpunkt fehlte gegen Honduras auch der gewohnte Rückhalt im Tor. Emiliano Martínez erholt sich aktuell von einem Fingerbruch, den er sich beim Aufwärmen vor dem gewonnenen Europa-League-Finale im Dress von Aston Villa gegen den SC Freiburg zugezogen hatte. Das medizinische Team geht jedoch fest davon aus, dass der Keeper zum WM-Auftakt gegen Algerien rechtzeitig zwischen den Pfosten stehen kann.
Definitiv auf das Turnier verzichten muss hingegen Leonardo Balerdi. Der Innenverteidiger von Olympique Marseille, der in der Vergangenheit für Borussia Dortmund auflief, laboriert an einer hartnäckigen Muskelverletzung im rechten Unterschenkel und fällt für die Endrunde komplett aus.
Auf dem Platz lieferten die Südamerikaner eine abgeklärte Leistung ab. Ein umstrittener Foulelfmeter, den Lautaro Martínez in der 37. Minute verwandelte, brachte den amtierenden Titelverteidiger auf die Siegerstraße. Kurz nach dem Seitenwechsel sorgte Giuliano Simeone von Atlético Madrid – der Sohn von Trainerlegende Diego Simeone – in der 54. Minute für den 2:0-Endstand.
Einen persönlichen Meilenstein feierte in der Schlussphase Nicolás Capaldo. Der Defensivspieler vom Hamburger SV wurde eingewechselt und feierte damit sein offizielles Debüt im Nationaltrikot. Für die Argentinier gilt es nun, im letzten Testspiel gegen Island den nötigen Feinschliff für die Gruppenphase zu finden, in der neben Algerien auch Österreich und Jordanien als Gegner warten.
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