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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 startet mit einem absoluten Highlight: Am Donnerstag, den 11. Juni 2026, eröffnen Mexiko und Südafrika das globale Turnier im geschichtsträchtigen Aztekenstadion in Mexiko-Stadt. Mit dem Anpfiff um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird die Arena zum dritten Mal in ihrer Historie Schauplatz eines WM-Auftaktspiels.

Ein Stadion der unerreichten Rekorde

Das Estadio Azteca ist in der Welt des Fußballs ein Ort der Superlative. Keine andere Spielstätte der Welt hat bislang mehr WM-Spiele beheimatet. Insgesamt 19 Partien fanden auf dem Rasen der mexikanischen Metropole statt. Bereits bei den Turnieren 1970 und 1986 bildete das weite Rund sowohl den Startpunkt als auch die Bühne für das große Finale. Wenn die mexikanische Nationalmannschaft nun auf die südafrikanische Auswahl trifft, baut das Stadion seinen Status als Rekordhalter weiter aus.

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Zwischen Hand Gottes und Jahrhunderttor

Die Magie der Arena ist untrennbar mit dem 22. Juni 1986 verbunden. Im WM-Viertelfinale zwischen Argentinien und England schrieb Diego Armando Maradona gleich doppelt Geschichte. Zunächst erzielte der damals 25-Jährige das Führungstor regelwidrig mit der Faust – ein Treffer, der als Hand Gottes in die Fußball-Annalen einging. Nur fünf Minuten später krönte der argentinische Spielmacher seine Leistung mit einem atemberaubenden Solo über den halben Platz, bei dem er die halbe englische Hintermannschaft samt Torhüter Peter Shilton aussteigen ließ. Dieser Treffer wurde von der FIFA später offiziell zum Tor des Jahrhunderts gekürt. Für den Weltmeister blieb die Spielstätte unvergesslich: Er nannte sie stets die Kathedrale seines Lebens.

Rudi Völler schwärmt trotz finaler Enttäuschung

Auch im deutschen Fußball hat der Tempel in Mittelamerika tiefe Spuren hinterlassen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler, der in seiner aktiven Zeit in den größten Arenen Europas und Südamerikas auflief, bezeichnet das Bauwerk noch heute voller Überzeugung als das mit Abstand schönste Stadion der Welt. Diese Zuneigung überrascht, denn sportlich erlebte der 66-Jährige dort vor 114.600 Zuschauern eine seiner bittersten Stunden. Im Endspiel der Weltmeisterschaft 1986 kämpfte sich die DFB-Auswahl gegen Argentinien nach einem Zwei-Tore-Rückstand zurück. Völler selbst erzielte acht Minuten vor dem Ende den umjubelten Ausgleich, ehe Jorge Luis Burruchaga nur wenig später den 3:2-Siegtreffer für die Südamerikaner markierte – vorbereitet von keinem Geringeren als Maradona.

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