Sporting Lissabon blockiert Debast-Einsatz für Belgien gegen Spanien
Sporting Lissabon verweigert Zeno Debast nach einem Medizin-Streit die Freigabe für das WM-Viertelfinale gegen Spanien.
Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia sorgt bei der WM 2026 für mächtig Wirbel. Vor dem brisanten Viertelfinale gegen Spanien degradierte der Franzose seinen Superstar Kevin De Bruyne nicht nur auf die Bank, sondern rechtfertigte dies öffentlich mit einer provokanten Aussage. Der sportliche Erfolg gibt dem Coach auf dem Rasen jedoch recht.
Es gibt Sätze im Profifußball, die sofort in die Geschichte eingehen – oft nicht im positiven Sinne. Nach dem überzeugenden 4:1-Sieg der Belgier gegen die USA leistete sich Rudi Garcia genau so einen verbalen Fehltritt. Auf die Frage der Journalisten, warum er die Lichtgestalt der goldenen belgischen Generation komplett auf der Bank schmoren ließ, antwortete der Trainer schmallippig: „Wir haben Kevin nicht gebraucht. Wir haben Tore geschossen.“
Mit dieser Aussage traf der Taktikfuchs den Nerv der belgischen Öffentlichkeit. Der offensive Mittelfeldspieler absolvierte immerhin 123 Länderspiele für die Roten Teufel und war an über 90 Treffern direkt beteiligt. Eine lebende Legende öffentlich derart abzukanzeln, erinnert stark an die unglückliche Not-am-Mann-Aussage von Niko Kovac über Thomas Müller während seiner Zeit in München. Diplomatie gehört ganz offensichtlich nicht zu den Kernkompetenzen des in Frankreich geborenen Coaches mit spanischen Wurzeln.
Abseits des mangelnden Respekts muss man dem belgischen Übungsleiter jedoch eines lassen: Seine harten Entscheidungen greifen. Nach dem dramatischen K.o.-Spiel gegen den Senegal, als Belgien kurz vor dem Aus stand und sich erst durch späte Joker-Tore in die Verlängerung rettete, zog der Coach weitreichende Konsequenzen für die Partie gegen die Vereinigten Staaten.
Garcia verzichtete in der Startelf nicht nur auf den Ex-Bremer De Bruyne, sondern verbannte auch Jeremy Doku und Top-Stürmer Romelu Lukaku auf die Bank. Stattdessen bekamen hungrige Akteure wie Charles De Ketelaere und Nicolas Raskin das Vertrauen und boten prompt eine Glanzleistung. Ohne ihren langjährigen Anführer agierte die belgische Auswahl paradoxerweise deutlich überzeugender als in den vier vorangegangenen WM-Spielen mit ihm.
Nun wartet im Viertelfinale am Freitagabend mit Spanien ausgerechnet das Heimatland von Garcias Vater. Ob der unkonventionelle Trainer dann wieder auf seine etablierten Stars setzt oder seiner neuen Erfolgsformel treu bleibt, wird die spannendste Frage dieses WM-Krachers sein.
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