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Die belgische Nationalmannschaft muss im brisanten WM-Viertelfinale gegen Spanien auf Zeno Debast verzichten. Ein medizinischer Streit mit seinem Verein Sporting Lissabon eskaliert und gipfelt in einem Einsatzverbot für den 22-jährigen Innenverteidiger.

Ärzte-Zoff: Sporting widerspricht dem belgischen Verband

Wenn die belgische Auswahl am heutigen Abend (21:00 Uhr, live im ZDF und bei MagentaTV) um den Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft kämpft, wird Zeno Debast erneut nur zuschauen können. Der Grund dafür ist jedoch keine akute Verletzung aus dem laufenden Turnier, sondern ein handfester Disput zwischen seinem Arbeitgeber Sporting Lissabon und dem belgischen Fußballverband (RBFA).

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Die Fronten sind verhärtet: Der portugiesische Klub stuft seinen Abwehrspieler aus medizinischer Sicht als nicht spielfähig ein. Eine Einschätzung, die laut einer offiziellen Verbandsmitteilung deutlich von der Diagnose des belgischen Ärzteteams sowie den medizinischen und versicherungstechnischen Stellen der FIFA abweicht. Während die Nationalmannschaft den 26-fachen Auswahlspieler auf den Platz schicken will, schiebt Lissabon dem Einsatz rigoros einen Riegel vor.

Hoffnungsträger mit Verletzungshistorie

Für Belgien ist der Ausfall ein spürbarer Rückschlag. Der 28-Millionen-Euro-Mann, der in Lissabon noch bis 2029 unter Vertrag steht, war während der WM-Qualifikation eine feste Säule in der Abwehrkette. Eine Beinverletzung unmittelbar vor dem Start der Endrunde warf ihn jedoch zurück. Ursprünglich war der Plan, den talentierten Verteidiger im Laufe des Turniers wieder an die Startelf heranzuführen. Bislang wartet Debast allerdings noch auf seine erste Einsatzminute bei dieser WM.

Krisengipfel in Los Angeles

Obwohl das Veto aus Portugal bereits medial die Runden macht, ist das letzte Wort womöglich noch nicht gesprochen. Wie das US-Sportportal The Athletic berichtet, ist in Los Angeles ein kurzfristiges Krisentreffen anberaumt. Vertreter von Sporting Lissabon und dem belgischen Verband wollen die Situation vor dem Duell gegen die Iberer noch einmal abschließend bewerten. Für die Belgier tickt im Vorfeld des richtungsweisenden Viertelfinals jedoch unerbittlich die Uhr.

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