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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet am Sonntagabend (19:00 Uhr MESZ) in die Weltmeisterschaft 2026. Zum Auftakt trifft die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann auf den klaren Underdog Curacao. Während die Favoritenrolle beim viermaligen Weltmeister liegt, diskutieren die Fußballexperten der Sportschau im Vorfeld intensiv über die ideale Startelf für das erste Turnierspiel.

Pflichtaufgabe für den viermaligen Weltmeister

Gegen den 82. der FIFA-Weltrangliste sind große personelle Experimente des Trainerstabs nicht zu erwarten. Ein souveräner Turnierstart ist essenziell, um eine anfängliche Euphorie zu entfachen. Die Achse um Rückkehrer Manuel Neuer im Tor gilt dabei als in Stein gemeißelt. Dennoch sorgen Positionen wie die linke defensive Außenbahn, das zentrale Mittelfeld und die Angriffsreihe für rege Diskussionen bei den TV-Analysten Bastian Schweinsteiger, Thomas Hitzlsperger und Almuth Schult.

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Schweinsteiger präferiert Tempo und jugendliche Unbekümmertheit

Der Weltmeister von 2014 wählt ein klassisches 4-2-3-1-System und sieht den jungen Nathaniel Brown auf der linken Abwehrseite leicht im Vorteil gegenüber Leipzigs David Raum. Die restliche Verteidigung um Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und Joshua Kimmich bleibt erwartungsgemäß unangetastet. Im Mittelfeld vertraut der Ex-Münchner auf das aufstrebende Duo Aleksander Pavlovic und Felix Nmecha, was einen Bankplatz für den physisch starken Leon Goretzka bedeutet. In der Offensive sollen Leroy Sané, Jamal Musiala und Florian Wirtz den alleinigen Stoßstürmer Kai Havertz mit verwertbaren Bällen füttern.

Hitzlsperger baut auf geballte Stuttgarter Offensivkraft

Eine taktisch abweichende Herangehensweise wählt der ehemalige Stuttgarter Meisterspieler. In seinem 4-2-2-2-System erhält Raum aufgrund seiner brandgefährlichen Standardsituationen den Vorzug vor Brown. Gegen einen vermutlich tief stehenden Gegner wie Curacao können ruhende Bälle der Schlüssel zum Erfolg sein. Während die Mittelfeld-Zentrale mit Pavlovic und Nmecha identisch bleibt, krempelt Hitzlsperger die Spitze komplett um. Die Edeltechniker Musiala und Wirtz sollen ein neues Sturmduo bedienen: Deniz Undav stürmt neben Nick Woltemade. Havertz und Sané müssten sich bei diesem Modell vorerst hintenanstellen.

Schult setzt auf Physis und ein unverhofftes Top-Talent

Für die ehemalige Weltklassetorhüterin Almuth Schult steht fest, dass im defensiven Mittelfeld vor allem körperliche Robustheit gefragt ist. Deshalb beordert sie den erfahrenen Goretzka an die Seite von Nmecha auf die Doppelsechs, um eine zusätzliche physische Komponente auf den Rasen zu bringen. In der Abwehrkette vertraut auch sie dem dynamischen Brown. Die größte Überraschung hält die Expertin jedoch in der Offensive parat: Neben den absolut gesetzten Kräften Wirtz und Havertz wirft sie den jungen Nachrücker Assan Ouédraogo in den Ring. Das Schalker Eigengewächs soll die gegnerischen Abwehrreihen mit seiner Unberechenbarkeit aus den Angeln heben.

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