Tumulte im WM-Finale: FIFA ermittelt gegen Argentinien und Spanien
Nach handfesten Auseinandersetzungen im WM-Finale fordert die FIFA offizielle Stellungnahmen von Argentinien und Spanien.
Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft 2026 nach einem dramatischen Elfmeterschießen gegen Paraguay bereits im Sechzehntelfinale ausgeschieden. Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann übt im Nachgang scharfe Kritik an den Spielern und wirft der Mannschaft vor, auf internationalem Niveau viel zu weich zu agieren.
Schon während des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada offenbarte die DFB-Auswahl deutliche Schwächen gegen physisch stark aufspielende Nationen. Insbesondere gegen Ecuador und das defensive Bollwerk der Paraguayer fand das Team spielerisch keine Lösungen und hielt körperlich nicht ausreichend dagegen. Für Jürgen Klinsmann markiert das frühe Scheitern ein grundlegendes Mentalitätsproblem im deutschen Kader.
Gegenüber dem Pay-TV-Sender Sky fand der ehemalige Stürmer deutliche Worte für den Auftritt der Nationalelf. Die Spieler seien nicht fähig gewesen zu leiden oder sich mit ausgefahrenen Ellbogen den nötigen Respekt zu verschaffen. Im modernen Weltfußball sei die Physis jedoch weiterhin ein entscheidender Faktor, betonte der gebürtige Göppinger und sprach der aktuellen Generation die nötige Härte ab.
Als leuchtendes Gegenbeispiel nannte Klinsmann die argentinische Nationalmannschaft um Superstar Lionel Messi. Der Titelverteidiger und WM-Finalist habe der ganzen Welt eindrucksvoll vorgemacht, wie man Spiele durch unbändigen Willen in den letzten Minuten entscheidet. Auch wenn die Südamerikaner spielerisch nicht immer brillierten, seien sie stets bereit, bis an die absolute Leistungsgrenze und darüber hinaus zu gehen.
Genau diese Eigenschaften vermisst der 61-Jährige beim aktuellen deutschen Team schmerzlich. Vor einigen Jahrzehnten sei es noch ein Markenzeichen des DFB gewesen, den Gegner mürbe zu machen und kurz vor Abpfiff den entscheidenden Treffer zu erzwingen. Um diese alte Stärke wiederzubeleben, braucht es in Zukunft möglicherweise auch neue Impulse an der Seitenlinie. Angesprochen auf Jürgen Klopp als möglichen Heilsbringer und künftigen Bundestrainer fasste Klinsmann die Hoffnungen vieler Fans prägnant zusammen: Das wünschen wir uns alle.
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